// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
Diablo V angekündigt: Der Teufel hat gewonnen und Diablo IV ist am Ende
Diablo IV ist (nach einer neuen Klasse) tot, lang lebe Diablo V. Das hat Blizzard auf der BlizzCon angekündigt – und damit einen Wechsel der Perspektive. Denn im nächsten Rollenspiel hat der Teufel gewonnen, zu retten ist nichts mehr. Stattdessen geht es um Befreiung.
In Diablo V hat der Höllenfürst gewonnen, Sanktuario ist 100 Jahre nach den Bemühungen der Spieler im vierten Serienteil endlich erobert worden, Diablo läuft nun offen als Charakter in der Welt umher. Spielern fällt die Aufgabe zu, sich aus dieser Hölle zu befreien.
Dazu reisen sie mit einer Karawane als „mobiler Stadt“ umher. Mitglieder der Karawane sind gleichzeitig Questgeber und Begleiter mit eigenen Lebenswegen, aus denen ihre Aufgaben hervorgehen. Erzählerisch ist das geschickt: Blizzard kann so Nebenfiguren mehr Leben einhauchen und ihnen größere Rollen im Rollenspiel geben. Die Entwickler setzen also den Weg aus dem Vorgänger fort, der fast schon untypisch viel Wert auf seine Story legte.
Zum Start sollen mehr Klassen sein als bei bisherigen Diablos zum Veröffentlichungszeitpunkt. Bestätigt hat Blizzard den Mönch und Dämonenjäger, der Plageritter ist als neue Klasse mit an Bord. Er ist schwer gepanzert, verseucht das Schlachtfeld und nutzt diese Seuche dann als Energiequelle. Auch mit Gegenständen hat Blizzard mehr vor. Sets kommen zurück und sollen unterschiedliche Builds ermöglichen. Ausrüstung wächst dabei im Spielverlauf und wird zunehmend komplexer.
Los geht es allerdings erst im Frühjahr 2029, sofern nichts dazwischenkommt. Wie schon beim StarCraft-Shooter, der erst für 2030 avisiert ist, ergibt das im Kontext der jüngsten Umstrukturierung bei Microsoft Sinn: Der Konzern will und muss unter Beweis stellen, dass der Kahlschlag bei den Entwicklern keine Auswirkungen auf den Spiele-Output hat – und wie der Fokus auf große Marken in der Praxis aussieht.
Für Diablo IV ist damit das Ende in Sicht. Im kommenden Jahr erweitert Blizzard das Spiel noch um eine neue Klasse. Die Amazone kämpft mit Speeren und Bögen und stammt von den Skovos-Inseln aus Lord of Hatred. Der Besitz des Add-On schaltet die Klasse jedoch nicht frei, sie wird als kostenpflichtiges „Class Pack“ veröffentlicht.
Neue Erweiterungen bekommt Diablo IV darüber hinaus nicht mehr, die Geschichte sei zu Ende erzählt, heißt es von Blizzard gegenüber PC Gamer. Neue Seasons wird es aber weiterhin geben, um die Brücke zum Nachfolger zu schlagen. Dabei wollen die Entwickler darauf reagieren, was Fans von ihren Ideen halten, sie planen also dynamisch. Darüber hinaus kann ab kommender Woche auch auf der Nintendo Switch 2 gespielt werden. Blizzard betonte, dass Diablo IV auch nach Erscheinen des Nachfolgers weiterhin am Leben bleibt, er soll „für eine sehr lange Zeit“ unterstützt werden.