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Ein Leben ohne den Roborock Qrevo S Pro wäre denkbar, aber sinnlos - oder zumindest etwas nerviger
Als Saugroboter-Skeptiker habe ich den neuen Haushaltshelfer für 500 Euro ausprobiert. Das Ergebnis: Weniger Hausstaub, mehr Freizeit und ein zerstörtes Kabel.
So, jetzt ist es so weit, ich teste einen Saugroboter. Die New Frontier des Tech-Journalismus wurde nun auch von mir erreicht und das Leben dahinter ist noch unbekannt. Aber zuerst einmal der Roborock Qrevo S Pro. Mehr aus einer redaktionellen Laune heraus bewohnt er seit paar Wochen nun meine Küche, zirkelt auf App-Tippen durch die Bereiche der Wohnung, in die ich ihn befehle, und meine Frage vom Start weg war: Kann die Wanderscheibe meine Skepsis überwinden?
Der Roborock Qrevo S Pro ist ein Mittelklasse-Saug- und Wischroboter (ca. 500 Euro). Er bietet rotierende Mopps, eine Multifunktions-Absaugstation für Wasser und Staub sowie LiDAR-Lasernavigation. Entwickelt vom chinesischen Hersteller Roborock, richtet er sich an Smart-Home-Einsteiger.
Mein Argument war immer: Ich habe einen ordentlichen Wischmopp, einen guten Staubsauger und ein bis zwei Mal die Woche auch eine knappe Stunde Zeit. Dazu marodieren keine Kinder oder Haustiere durch die 100 Quadratmeter, ich habe eine satte Auswahl an Podcasts, die man beim schnellen Schrubben konsumieren kann. Wozu also etwa 400 bis 500 Euro je nach Angebot ausgeben, denn so viel kostet der Roborock Qrevo S Pro und damit liegt er noch im unteren Bereich der Wischwanderer.
Aber gut, der Teil entfiel für den Test, ich stelle mir also später die Frage, ob ich im Anschluss das Geld selbst bezahle, um dieses Erlebnis zu verlängern. Der Aufbau ist schon mal kein Problem. Der ist denkbar einfach. Die paar Teile aus der Packung holen, die Station an eine halbwegs passende Stelle packen – mehr als eine Steckdose und ein wenig Platz nach vorn wird nicht gebraucht –, einen der beiden Tanks mit frischem Wasser befüllen, beide Tanks einsetzen. Fertig ist die Heimat des Bots.
Diesen einzurichten war auch nicht das Problem. Der QR-Code zur App ist in der Anleitung, mit einem solchen wird der Bot auch verbunden und ins heimische Netzwerk gebracht. Das dauert keine fünf Minuten und alles machte einen sehr routinierten Eindruck. Roborock baut diese Dinger seit 2014, mittlerweile hat man scheinbar diesen Startprozess bis zum Anschlag optimiert.
Dann begann das eigentliche Kennenlernen. Zu diesem Zweck müssen einmal möglichst alle Dinge verschwinden, die sonst so im Weg herumstehen, aber nicht feststehender Teil der Einrichtung sind. Stühle, Sitzkissen, Getränkekisten und aller Kleinkram sowieso. Zum Schluss öffnet ihr noch alle Türen zu den Bereichen, in denen der Boden sauber werden soll. Dann wandert der Qrevo S Pro los und erkundet die Umgebung. Wortwörtlich, er kartiert alle Zimmer, in die er Zugang hat, und ihr könnt das direkt in der App nachverfolgen.
Alles dieses eine Mal wegzuräumen ist wichtig, denn selbst wenn später wieder da Stühle, Pflanzen oder sonst etwas herumstehen, weiß der Robo, dass er prinzipiell dahin könnte, aber halt nicht dieses Mal. Dieser Teil ist wie beim normalen Staubsaugen. Wenn man es richtig machen will, dann muss man mal ein paar Dinge wegräumen. Aber für alle normalen Reinigungen dazwischen ist es völlig okay, dass nicht jede Ecke immer gesäubert wird.
Vor allem erwischt er auch ein paar Ecken, die ich garantiert noch nie sauber gemacht habe, seit ich eingezogen bin. Unter einer 500 Jahre alten und etwa 100 Kilo schweren Truhe zum Beispiel. Das Ding bewegt man nicht einfach so und wenn es hinter den ersten Zentimetern darunter staubig wird, dann ist das eben so. Aber die Füße sind 15 Zentimeter hoch und der Spalt zwischen ihnen breit genug, dass der Robo drunter kann. Keine Ahnung, wie dick die Wollmäuse waren, als er das erste Mal dort auf die Reise ging, aber es wird sich gelohnt haben. Jetzt ist es da sicher so sauber wie unter den anderen Couchen, deren Unterböden nun auch das erste Mal glänzen.
Es gibt aber auch Ecken, die mit der Zeit mehr auffallen. Zum Beispiel kommt er nicht zwischen eine Wand un