// COMPUTERBASE — MOBILE & WEB
PSP-Renaissance: PSPMAN macht Sonys Handheld zum Walkman
Mehr als zwei Jahrzehnte hat Sonys PlayStation Portable mittlerweile auf dem Buckel, doch insbesondere unter Retro-Gamern erfreut sich das Handheld weiterhin großer Beliebtheit. Mit PSPMAN erhält die betagte Konsole nun einen eigens für ihre Hardware entwickelten Musik-Player, der sich auch optisch an der Ära der PSP orientiert.
Der neue Audio-Player läuft sowohl auf den klassischen PSP-Modellen als auch auf der PSP Go und gibt lokal auf dem Memory Stick gespeicherte Musikdateien wieder. Zum unterstützten Repertoire zählen Stereo-FLAC-Dateien mit 16 Bit und 44,1 kHz sowie MP3-Dateien mit konstanter oder variabler Bitrate von bis zu 320 kbit/s. Dateien mit 48 kHz werden hingegen nicht unterstützt.
Darüber hinaus verarbeitet PSPMAN Wiedergabelisten in den Formaten M3U und M3U8 und stellt JPEG- oder PNG-Dateien dar, die als Albumcover in Musikdateien eingebettet sind. Musikbibliotheken dürfen bis zu 1.000 Titel umfassen, die der Player nach Stücken, Alben, Interpreten, Ordnern, Favoriten, zuletzt gehörten Titeln und Wiedergabelisten sortiert.
Hinter PSPMAN steht Obsolete Sony, ein auf Sony-Produkte und deren Geschichte spezialisierter Entwickler. Bei der Erstellung lag besonderes Augenmerk darauf, dass der Player nicht wie eine nachträglich auf die PSP übertragene moderne Anwendung wirkt, sondern sich sowohl optisch als auch bei der Bedienung an die Konsole anlehnt und vollständig in deren Oberfläche einfügt. Entsprechend orientiert sich das Layout an späteren Walkman-Modellen von Sony, während die Navigation über Steuerkreuz, Aktionstasten und Schultertasten der PSP erfolgt.
Auf kleine Spielereien verzichtet die Anwendung dennoch nicht: Im Kassettenmodus erscheint während der Wiedergabe eine animierte Kompaktkassette, deren Spulen sich passend zur laufenden Musik drehen. Mit einem Druck nach links oder rechts auf dem Steuerkreuz lässt sich zudem zwischen fünf Kassettenfarben wechseln. Ob die Animation ebenfalls schneller läuft, wenn innerhalb eines Musikstücks „gespult“ wird, geht aus dem Bericht von Retrododo nicht hervor.
Auf die Idee brachte den Entwickler ein Vergleich der nahezu passenden realen Abmessungen: Eine gewöhnliche MC misst in der Breite ungefähr 100 Millimeter, das Display einer PSP-2000 beziehungsweise PSP-3000 kommt auf rund 95 Millimeter. Die virtuelle Kassette erscheint auf dem Bildschirm somit annähernd in Originalgröße. Den dazugehörigen Bleistift muss sich der Anwender allerdings hinzudenken.
An dieser Stelle steht ein externer Inhalt von X, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Er kann mit einem Klick geladen und auch wieder ausgeblendet werden.
PSPMAN is asking a 2004 handheld to maintain an organized 1,000-track library, decode FLAC, process large artwork, animate a cassette, and now analyze live PCM for a 10-band spectrum analyzer. pic.twitter.com/Y67ejqggfF
Bei PSP-Besitzern scheint der neue Abspieler gut anzukommen, denn die öffentliche Alpha-Version wurde bereits mehr als 5.000 Mal heruntergeladen. Gerade die Verbindung aus zeitgemäßer Musikverwaltung, betagter Sony-Hardware und einer an die Walkman-Modelle angelehnten Gestaltung dürfte dabei einen wesentlichen Teil des nostalgischen Reizes ausmachen.
Die öffentliche Alpha-Version von PSPMAN steht über die offizielle Website von Obsolete Sony zum Download bereit. Auf klassischen PSP-Modellen setzt der Player einen Memory Stick voraus, auf dem sowohl die Anwendung als auch die Musikdateien gespeichert werden können.