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PlayStation-Boykott wohl gescheitert: Protest gegen das Disc-Aus verfehlt seine Wirkung
Obwohl Tausende Spieler die Sony-Konsole aus Wut über die rein digitale Zukunft streiken wollten, blieben die Nutzerzahlen im August laut Analysten stabil.
Der von Fans geplante PlayStation-Boykott gegen das von Sony angekündigte Disc-Aus hat seine Wirkung offenbar verfehlt.
Fans hatten für die letzte August-Woche zu einem PlayStation-Boykott aufgerufen und die Community dazu aufgefordert, in diesem Zeitraum die Konsole nicht einzuschalten, keine Käufe im Store zu tätigen und Abos wie PlayStation Plus nicht zu verlängern.
Bereits im Vorfeld gab es skeptische Stimmen dazu, da sich der Zeitraum mit dem Gameplay-Reveal von GTA 6 – was unweigerlich die Vorbestellungen ankurbelte – sowie der Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 überschnitt.
Matt Piscatella ist einer der bekanntesten Analysten für die nordamerikanische Videospielindustrie. Er arbeitet für das Marktforschungsunternehmen Circana (ehemals NPD Group) und wertet monatlich offizielle Verkaufs- und Nutzungsdaten der Branche aus.
Letzten Endes gab es wohl keine größeren Auswirkungen auf die Aktivitäten, wie Matt Piscatella, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Circana, in einem neuen Social-Media-Beitrag schreibt.
Während der Protesttage habe es demnach weder bei den Spielerzahlen noch bei der allgemeinen Nutzung der PlayStation signifikante Einbrüche gegeben. Handfeste Zahlen oder konkrete Daten nannte er zwar nicht, die Abweichungen fallen aber offenbar minimal aus.
Trotz lautstarker Kritik seit der Ankündigung gibt es keine Hinweise darauf, dass Sony vom eingeschlagenen Kurs abweicht und doch nicht das Ende der PlayStation-Discs einläutet.
Auch die nächste Xbox verfügt möglicherweise nicht mehr über ein Disc-Laufwerk, da Lieferketten wegbrechen könnten. Offizielle und vor allem konkrete Aussagen dazu gibt es bisher nicht.