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World of WarCraft Forever: Warum Blizzard einem WoW 2 eine klare Absage erteilt
Die Entwickler sehen keinen Sinn in einem komplett neuen MMO. Stattdessen punktet das kommende Classic-Plus mit modernisierter Technik und frischem Loot.
Nach der Enthüllung von World of WarCraft Forever am Wochenende auf der BlizzCon erteilt Blizzard einem möglichen World of WarCraft 2 eine klare Absage, da man es schlicht für überflüssig hält.
"Eines der absolut einzigartigen Dinge an WoW ist für mich, dass wir ein Spiel, eine Welt und ein Design haben, das seit 25 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wird", erklärt Principal Designer Kris Zierhut im Gespräch mit IGN. "Und wir machen es immer weiter besser. Wir haben die Grafik aufgewertet, das Rendering optimiert und die Beleuchtung verbessert – all die Neuerungen, die wir heute auf der Bühne gezeigt haben."
"Gleichzeitig lässt die Engine Bewegungen mittlerweile viel effizienter darstellen. Wie die Server laufen, die Spieler verwalten und bewegen, sowie das gesamte Zauber- und Kampfsystem – das alles wurde über die Jahre immer weiter optimiert und verfeinert. Das Spiel läuft auf einer unglaublichen Engine- und Server-Infrastruktur, die ihresgleichen sucht. Warum sollte man das alles über Bord werfen und von vorn anfangen?"
Seit Jahren wünscht sich die Community eine Version des ursprünglichen MMOs, die zwar das nostalgische Spielgefühl beibehält, aber frische Inhalte liefert. Mit World of WarCraft Forever setzt Blizzard diese alternative Zeitlinie nun offiziell um.
Ebenso zeigt das Team nach wie vor Begeisterung für die Geschichte des aktuellen WoW-Universums und sieht daher keinen Anlass für Änderungen: "Es ist ja nicht so, dass mit der Story etwas nicht stimmt", erklärt Zierhut. "Wir lieben diese Geschichte. Die Rückkehr zu den Anfängen bietet uns die Chance, die Story auf ganz neue Art zu erkunden. Es ist also wirklich schwer zu sagen: 'Was würde ein WoW 2 bieten, das euch 'World of WarCraft Forever nicht ohnehin schon gibt?'"
"Ich freue mich wahnsinnig darauf, dass unsere Spieler all die neuen Gegenstände entdecken", ergänzt Lead Encounter Designer Mike Nuthals. "Wir haben die Itemization aller Dungeons und Raids komplett überarbeitet. Es gibt so viel Neues zu erkunden. Ich kann es kaum erwarten, dass die Community eintaucht, die Welt erkundet, all die coolen Winkel entdeckt, tollen Loot abgreift und einfach eine fantastische Zeit hat."
"Was mich bei den Raids am meisten begeistert, sind die unterschiedlichen Gruppengrößen. Mit den Barrow Deeps haben wir einen 10-Spieler-Raid. Dazu kommt der Hyjal-Gipfel für 20 Spieler und Onyxia bleibt ein 40-Spieler-Raid. Am meisten freue ich mich darauf, dass die Leute wieder Gilden und Freundesgruppen bilden, um diese Schlachtzüge zu füllen."
Trotz aller Neuerungen und Upgrades soll sich Forever nicht zu weit von dem entfernen, was das Original auszeichnet: "Wir werden die Lore nicht grundlegend umkrempeln", versichert Zierhut. "Wir verändern auch nicht das Spielgefühl der Welt. Aber wir können die Abfolge mancher Ereignisse leicht anpassen. Das widerspricht nicht dem, was in Classic passiert ist, unterscheidet sich aber in Nuancen. So schaffen wir Platz für eine etwas andere Geschichte, ohne dass sich jemand Sorgen um Logiklöcher in der Zeitlinie machen muss. Unsere Grundpfeiler sind ganz essenziell für das klassische WoW-Gefühl. Das behalten wir im Hinterkopf immer im Blick. Es ist einfach aufregend zu sehen, was die Community daraus macht, sobald alle loslegen und loszocken."
World of WarCraft Forever erscheint am 4. November 2026, eine Beta startet in dieser Woche. In der Classic-Plus-Version verzichtet Blizzard unter anderem auf WoW-Marken und XP-Boosts.