// STADT-BREMERHAVEN — SALUTE
DeepL Voice: Eigene Stimme bleibt bei Live-Übersetzungen erhalten
von Carsten Knobloch
15. Sep. 2026 |
0
Was gibt's eigentlich Neues bei DeepL? Der deutsche Star aus dem Bereich der Übersetzung hat sich offensichtlich bei vielen Unternehmenskunden durchgesetzt, im Privatbereich bekomme ich derzeit von denen nicht mehr viel mit. Nun ja, es gibt aber Neues, denn bei DeepL baut man sein Übersetzungs-Werkzeug DeepL Voice weiter aus, wenngleich das auch eher nichts für den privaten Bereich ist.
Mit neuen Sprachmodellen will das Unternehmen dafür sorgen, dass bei Live-Gesprächen nicht mehr nur die reinen Worte übersetzt werden, sondern auch der persönliche Klang der sprechenden Person erhalten bleibt. Statt einer austauschbaren Computerstimme sollen die eigene Tonlage, das Sprechtempo sowie Betonungen und Emotionen direkt in die Zielsprache übertragen werden. Das gilt für Online-Meetings, persönliche Unterhaltungen und die Voice-API.
Laut DeepL geschieht die Stimmübertragung direkt in Echtzeit, ohne dass Sprachproben gespeichert oder dauerhafte Stimmprofile angelegt werden. Zum Start steht die Stimmbeibehaltung in zwölf Sprachen bereit, weitere sollen folgen. DeepL verweist zudem auf Tests des Branchendienstes Slator, wonach die Übersetzungsfehlerquote bei DeepL Voice bei vier Prozent liege, während die integrierten Lösungen von Microsoft Teams, Google Meet und Zoom im Schnitt auf 17 Prozent kämen. Klappern gehört zum Geschäft.
Parallel steht ab sofort eine einheitliche Desktop-App für Windows und macOS bereit. Die Anwendung klinkt sich plattformübergreifend in Zoom, Microsoft Teams und Google Meet ein. Anstehende Besprechungen werden automatisch erkannt und lassen sich per Klick übersetzen. Nutzer können dabei frei wählen, ob sie die Übersetzung als Untertitel in einem anpassbaren Bildschirm-Overlay mitlesen, direkt als Audio anhören oder beides kombinieren wollen.
Die Voice-to-Voice-Übersetzung für Online-Meetings über die Desktop-App verlässt damit die Testphase und ist allgemein verfügbar. Die browserbasierte Variante für externe Teilnehmer verbleibt vorerst noch im Beta-Status.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.