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Bundesanwaltschaft: Mutmaßliche Mitglieder von Eritrea-Terrorgruppe festgenommen
Eine in Deutschland tätige Terrorgruppe soll unter anderem für die Gewalt auf Eritrea-Festivals im vergangenen Jahr verantwortlich sein. Zwei mutmaßliche Mitglieder wurden jetzt festgenommen.
Die Bundesanwaltschaft hat zwei mutmaßliche Mitglieder einer in Deutschland aktiven eritreischen Terrorgruppe in der Nähe von Saarbrücken und in Stuttgart festnehmen lassen. Die Behörde wirft den Männern - ein eritreischer und ein deutscher Staatsangehöriger - die Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung vor. Sie werden nun dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet.
Der Staat müsse Stärke zeigen und solche Veranstaltungen gegebenenfalls untersagen, so der Tenor.
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Das erklärte Ziel der international vernetzten Vereinigung "Brigade N'Hamedu Deutschland" ist es laut Bundesanwaltschaft, die Regierung in Eritrea zu stürzen. Dieses Ziel habe sie in Deutschland durch Gewalt bei Veranstaltungen von Anhängern der eritreischen Regierung verfolgt.
Eine neue Eritrea-Veranstaltung in Stuttgart wurde abgesagt - ein Verbot wäre rechtlich heikel gewesen.
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Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Gruppe hatte die Bundesanwaltschaft im März vergangenen Jahres 19 Objekte in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz durchsuchen lassen. Auch in Dänemark fand eine Durchsuchung statt; festgenommen wurde damals niemand.
Menschenrechtsorganisationen kritisieren die autoritäre und repressive Regierung in Asmara.
Hintergrund sind unter anderem die Ausschreitungen am Rande von Eritrea-Festivals in Gießen im Sommer 2022 und 2023. Die Festivals wurden vom Zentralrat der Eritreer in Deutschland organisiert, der als regierungsnah gilt. Kritiker werfen den Festivalorganisatoren vor, Propaganda für die eritreische Regierung zu betreiben, was die Veranstalter bestreiten.
Das Land am Horn Afrikas mit rund vier Millionen Einwohnern ist durch systematische Repressionen, Gewalt und die Verweigerung grundlegender Menschenrechte geprägt.
Dieses Thema im Programm: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | Nachrichten | 15.09.2026 | 13 Uhr