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Preview für GPT-5.6-Modelle startet für handverlesene Kunden
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
OpenAI startet eine Preview-Phase für seine Modelle ChatGPT-5.6 Sol, Terra und Luna auf Weisung der US-Regierung für speziell ausgesuchte, besonders vertrauenswürdige Kunden.
Die neue Version kommt dabei in drei Unterarten: Sol, das leistungsstärkste Modell, Terra mit einer Performance vergleichbar zu GPT-5.5, aber halb so teuer, und Luna als die preisgünstigste Spielart.
GPT-5.6 wurde mit den bisher robustesten Sicherheitsvorkehrungen gelauncht. Die Maßnahmen gegen risikoreiche Aktivitäten, sensible Cyber-Anfragen und wiederholten Missbrauch wurden verstärkt und die Entwickler brachten mehrere Wochen damit zu, Schwachstellen aufzuspüren, das System einem Stresstest zu unterziehen und es gegen reale Angriffe abzusichern. Die Tests werden während der Preview-Phase fortgesetzt. Am Ende steht das Ziel einer breiteren Verfügbarkeit. OpenAI glaubt nicht, dass die gegenwärtige Form der Regulierung auf lange Sicht Bestand haben sollte. “Dadurch werden die besten Werkzeuge denjenigen vorenthalten, die sie benötigen – seien es Nutzer, Entwickler, Unternehmen, Akteure der Cyber-Abwehr oder globale Partner. Wir unternehmen diesen kurzfristigen Schritt, da wir darin den besten Weg zu einer breiteren Verfügbarkeit in den kommenden Wochen sehen; gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit der Regierung an der Ausgestaltung des Rahmens für die Executive Order zur Cybersicherheit sowie an einem standardisierten Verfahren für die Veröffentlichung künftiger Modelle.”
Mit GPT-5.6 kommt ein neuer Max-Modus, der Sol möglichst viel Zeit für tiefgehende Überlegungen geben soll. Darüber hinaus führt OpenAI einen neuen Ultra-Modus ein, der über die Fähigkeiten eines einzelnen Agenten hinausgeht, indem er Subagenten einsetzt, um komplexe Aufgaben zu beschleunigen. Mit diesem Ultra-Modus erreicht GPT-5.6 Sol mit 91,9 Prozent einen neuen Bestwert im TerminalBench 2.1, der Befehlszeilen-Workflows testet, die Planung, Iteration und Werkzeugkoordination erfordern.
GPT‑5.6 Sol ist auch das bislang leistungsfähigstes Modell für den Bereich Cybersicherheit. Es verschiebt die Grenzen zwischen Leistung und Effizienz bei langfristig angelegten Sicherheitsaufgaben, einschließlich Schwachstellenanalyse und Exploit-Entwicklung. Auf ExploitBench ist GPT‑5.6 Sol konkurrenzfähig zu Anthropics Mythos Preview, verbraucht dabei jedoch nur etwa ein Drittel der Output-Token. GPT-5.6 Sol ist damit besser darin, Menschen dabei zu helfen, Schwachstellen zu finden und zu beheben. Da sich diese Fähigkeiten weiter verbessern, ist es eine Priorität der Entwickler, sicherzustellen, dass sie ausschließlich den Sicherheitsverantwortlichen zugutekommen, die diese Tools nutzen können, um Patches zu entwickeln. Deshalb setzt OpenAI nach eigenen Angaben mehr Intelligenz und Rechenleistung als je zuvor für die Sicherheit ein. So wandte man über 700 000 A100-äquivalente GPU-Stunden für automatisierte Red-Teaming-Tests auf, um universelle Jailbreaks zu finden, also Angriffe, die über viele Prompts oder Kontexte hinweg funktionieren, nicht nur in einer engen Umgebung. Durch die Konzentration auf diese schwierigeren, allgemeineren Angriffe ließen sich die Sicherheitsvorkehrungen über einen festen Satz bekannter Fehlerfälle hinaus testen.
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