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Resident Evil: Zach Creggers Adaption ist die beste Live-Action-Verfilmung des Franchises
Zach Cregger brachte mit Resident Evil eine neue Live-Action-Adaption ins Kino. Trotz Schwächen in der zweiten Hälfte überzeugte der atmosphärische Horrorfilm.
Am Abend der Vorpremiere spricht der nahezu leergefegte Saal des Kinos für die furchtbare Geschichte, die die Live-Action-Adaptionen von Resident Evil hinter sich haben. Dabei mag ich sogar den ersten Teil von Paul W. S. Andersons Verfilmungen, denn er ist im richtigen Maße trashig und nah genug am Vibe der Spiele dran, um als passable Adaption durchzugehen. Über den Rest müssen wir, denke ich, nicht reden. Was nun aber der gefeierte Weapons- und Barbarian-Regisseur abliefert, hat mich bei Weitem mehr überzeugt. So sehr, dass ich sogar sagen würde: Es ist eine gute Resident Evil-Verfilmung.
Zach Cregger ist ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Internationalen Ruhm erlangte er 2022 mit dem bildgewaltigen Überraschungserfolg Barbarian. Cregger ist in der Branche bekannt für seinen atmosphärischen Spannungsaufbau, das geschickte Untergraben von Genre-Klischees und seinen spürbaren Hang zu schwarzem Humor.
Dazu müssen wir aber zunächst einen Punkt zweifelsohne klären: Das hier ist keine direkte Adaption eines Spiels der Resident Evil-Reihe und spielt auch nicht in deren Welt. Der Film nimmt zwar Bezug auf die Lore und einige Charaktere oder Gegenstände, doch steht er für sich. Und gerade deshalb funktioniert er für mich, weil er eben nicht versucht, eine bereits bekannte Geschichte in ein Filmformat zu übertragen oder eine neue Geschichte versucht, in das existierende Universum zu quetschen. Stattdessen erschafft Cregger seine eigene Welt mit eigenen Figuren und auch eigenen Monstern.
Gerade den Einstieg finde ich besonders gelungen, denn Austin Abrams Figur, Bryan Hodukavich, ist ein Uber-Fahrer für Organe. Er bekommt das Angebot, eine hochkarätige Lieferung nach Raccoon City zu übernehmen und obwohl er nicht gut für die kalte Winterlandschaft ausgerüstet ist, nimmt er wegen der guten Bezahlung an. Auf dem Weg trifft er auf den ersten Zombie und auch einen Cop, der ihn anhält.
Hier hat sich für mich direkt gezeigt, warum Cregger eine gute Wahl ist, denn zunächst scheint er sich immer den bekannten Tropes eines Horrorfilms zu bedienen, bevor er sie geschickt untergräbt. In diesem Fall heißt das schlicht, dass Bryan die Wahrheit sagt und der Polizist zuhört und ihm hilft. Schockierend, ich weiß, aber eben deshalb simpel und effektiv. Was wir von ihm aus Weapons und Barbarian kennen, zeigt sich eben auch hier. Cregger erzeugt Horror vor allem durch Atmosphäre und Anspannung statt durch billige Effekte.
Die Kino-Adaption von 2026 unter der Regie von Zach Cregger verzichtet bewusst auf eine direkte Nacherzählung der Videospiele. Statt bekannter Helden wie Leon S. Kennedy rückt die Geschichte den gewöhnlichen Fahrer Bryan (Austin Abrams) in den Mittelpunkt. Der Film setzt auf eigenständige Charaktere und praktischen Survival-Horror im verschneiten Raccoon City.
Dazu trägt Bryan als Charakter wesentlich bei, der sich die meiste Zeit wie ein Fisch auf dem Trockenen anfühlt. Er hat weder Waffenausbildung noch Überlebens-Skills, sondern vor allem Glück. Dass wir hier nicht einem Leon S. Kennedy, Chris Redfield oder einer Jill Valentine zusehen, macht ihn nahbar. Statt galant über einen Elektrozaun zu springen, bekommt er einen Schlag. Statt mit dem Auto durch ein Tor zu brettern, baut er einen Unfall. Das gibt Bryan Persönlichkeit und lässt uns die Gefahr spüren.
Er ist nun mal ein durchschnittlicher Typ und so verhält er sich auch. Das gilt auch für seine Intelligenz, denn während er nicht grundsätzlich dumm ist, verhält er sich doch nicht immer rational oder logisch, was leider ein Fehler ist, dem nahezu alle menschlichen Personen in Creggers Geschichte wortwörtlich zum Opfer fallen.
Gleichzeitig fängt der Film den Survival-Horror-Aspekt wunderbar ein: Bryan muss Patronen zählen, nach Munition suchen und sich mit Waffen erst vertraut machen. Ve