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Fragen und Antworten: Was plant Koalition jetzt gegen die Spritpreise?
Die Bundesregierung hat auf die hohen Spritpreise reagiert. Welche Maßnahmen sind ab wann geplant? Wer hat sich in der Koalition durchgesetzt? Und: Welche Kritik gibt es? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Zwei konkrete Maßnahmen sollen die Preise abfedern: eine mit schneller Wirkung, eine perspektivisch. Zuerst soll die Energiesteuer auf Kraftstoffe um 14 Cent pro Liter sinken. Die Mehrwertsteuer eingerechnet, ergibt sich so eine Steuersenkung von 17 Cent pro Liter.Das gleiche Prinzip hatte der Bund bereits beim Tankrabatt im Mai und Juni angewendet. Der neue Tankrabatt soll schon zum 1. Oktober beschlossen werden und bis Jahresende gelten.
Die zweite Maßnahme ist eine neue: Der Bund will mit der Mineralölwirtschaft über einen Spritpreisdeckel sprechen. Ziel sei, ihn bis spätestens 1. Januar einzuführen, erklärte die Bundesregierung. Ähnliche staatliche Vorgaben gibt es schon in Luxemburg und Belgien.
Neben dem Tankrabatt und dem Spritpreisdeckel werden perspektivisch offenbar weitere Maßnahmen zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger diskutiert. So sollen laut Beschluss zu Beginn des Jahres 2027 weitere "zielgerichtete Maßnahmen für die von der Krise betroffenen Bürgerinnen und Bürger (insbesondere mit kleinen und mittleren Einkommen) sowie Unternehmen" geprüft werden.
Bund und Länder haben sich wegen der hohen Spritpreise auf einen Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel geeinigt.
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Die Ausgestaltung des Spritpreisdeckels, also die Einführung eines Höchstpreises für Kraftstoff, ist noch offen. Der Spitzenpreis für Benzin und Diesel könnte sich zum Beispiel an der Entwicklung der Ölpreise sowie Kosten für Transport und Vertrieb orientieren. Die Bundesregierung machte zunächst klar, er solle nicht dauerhaft gelten und die Versorgungssicherheit müsse gewährleistet sein.
Der Tankrabatt im Frühsommer hat die Spritpreise spürbar gesenkt, er wurde aber Analysen zufolge nicht vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Das galt laut Münchner Ifo-Institut besonders für Diesel. Während die Entlastung bei Super E5 und Super E10 nahezu vollständig an den Zapfsäulen ankam, wurden beim Diesel nur durchschnittlich zwölf Cent pro Liter weitergegeben - deutlich weniger als die 16,7 Cent, um die die Steuer gesenkt wurde. Nach Auslaufen des Rabatts Ende Juni zogen die Preise wieder an.
Einen Preisdeckel gab es in Deutschland bisher noch nicht. Solange keine Details zur Ausgestaltung bekannt sind, ist die Wirkung schlecht einzuschätzen. Ein Preisdeckel unter Marktpreis könnte zu sofort sinkenden Kosten an der Tankstelle führen - aber auch zu Versorgungsproblemen, wenn sich Verkauf und Import nicht mehr lohnen. Offen ist auch, ob der Staat die Differenz übernimmt oder die Mineralölkonzerne. Wer nicht kostendeckend nach Deutschland verkaufen kann, verkauft womöglich in andere Länder.
Hintergrund
04.04.2026
Benzin und Diesel setzen ihren Preisanstieg fort - trotz den neuen Regelungen für Tankstellen.
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