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Apple AirPods 5 im Test: Die heimlichen Stars des Jahres?
von Carsten Knobloch
21. Sep. 2026 |
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Der Herbst 2026 hat uns neben neuen iPhones auch wieder frisches Audio-Futter aus Cupertino beschert. Die Apple AirPods 5 sind gelandet und ich hatte ausgiebig die Gelegenheit, die neuen weißen In-Ears in den Alltag zu integrieren (Arbeit und Sport). Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass sich kaum etwas getan hat, das altbekannte Design grüßt uns auch in der fünften Generation. Doch unter der Haube hat Apple weiterentwickelt und das Line-up sinnvoll neu aufgestellt.
Der wichtigste Punkt vorweg: Wer bei der vierten Generation noch einen Aufpreis zahlen musste, um in den Genuss der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) zu kommen, darf sich jetzt freuen. Apple hat ANC zum absoluten Standard für die 5er-Serie gemacht. Aber dröseln wir das Ganze der Reihe nach auf, denn beim Kauf müsst ihr euch zwischen zwei Varianten entscheiden.
Apple bietet die AirPods 5 in zwei unterschiedlichen Versionen an. Die Basisvariante startet bei 149 Euro. Für 169 Euro erhaltet ihr das Premium-Modell. Der klangliche Unterbau, der H2-Chip und auch das besagte Active Noise Cancelling sind bei beiden Modellen exakt identisch. Das ist ein großer und sehr kundenfreundlicher Schritt - vermutlich aber auch dem drückenden Wettbewerb geschuldet.
Warum sollte man also 20 Euro mehr auf den Tisch legen? Das teurere Modell bringt drei Upgrades mit, die im Alltag einen Unterschied machen (können).
Erstens: Das Ladecase lässt sich kabellos (via MagSafe oder Qi) aufladen. Zweitens: Im Case ist ein kleiner Lautsprecher verbaut, der bei der Suche über das „Wo ist?“-Netzwerk akustische Signale abgibt. Drittens, und das ist für mich das absolute Killer-Feature: Nur das 169-Euro-Modell verfügt über eine Touch-Steuerung am Stäbchen. Ein einfaches Wischen nach oben oder unten reguliert die Lautstärke.
Wer dieses Feature von den Pro-Modellen kennt, weiß, wie unfassbar nervig es ist, jedes Mal das Smartphone zücken zu müssen, um die Musik leiser zu machen (oder beim Joggen Siri anzuschnaufen und zu hoffen, dass alles klappt). Allein für diese Wischgeste lohnt sich der Aufpreis aus meiner Sicht zu 100 %.
Beim Tragekomfort scheiden sich bei In-Ear-Kopfhörern traditionell die Geister. Die AirPods 5 setzen weiterhin konsequent auf das offene Design ohne Silikonaufsätze. Wer den ständigen Druck im Gehörgang, den abdichtende Kopfhörer unter Umständen mit sich bringen, nicht ausstehen kann, ist hier genau an der richtigen Adresse.
Die Hörer sitzen angenehm locker, aber dennoch so sicher, dass sie auch bei einem Sprint auf der Laufbahn (naja, was ich so Sprint nenne...) oder bei schnellen Kopfbewegungen verlässlich im Ohr bleiben. Ich mag die 5er und die Modelle davor - muss aber sagen, dass die 2 Pro bisher mein Favorit sind, nicht aber die 3 Pro, die bei mir nicht so gut sitzen.
Ein sinnvolles Upgrade gibt es in Sachen Haltbarkeit. Die AirPods 5 sind nun nach IP57-Standard zertifiziert. Das bedeutet, dass sie nicht nur gegen Schweiß und (den gelegentlichen norddeutschen) Nieselregen geschützt sind, sondern auch staubdicht ausfallen. Selbst ein versehentliches kurzes Untertauchen in Wasser sollen sie unbeschadet überstehen, fürs Schwimmen sind sie aber natürlich weiterhin nicht gedacht. Also: Vorher Spritzwasser, nun Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. Habe ich aber nicht getestet.