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Fate/Extra Record verwandelt das PSP-Original in ein taktisches Karten-JRPG
Schickes Cel-Shading, 128 dynamische Gegenspieler und tiefere Kämpfe werten die Neuauflage auf. Release ist im Januar 2027.
Im Rahmen der Tokyo Game Show 2026 warf ich einen detaillierten Blick auf Fate/Extra Record. Das nächste Spiel der Fate-Serie ist kein gewöhnlicher neuer Ableger, sondern ein von Grund auf überarbeitetes Remake von Fate/Extra, das ursprünglich 2010 für die PlayStation Portable erschien. Nach einer ausgiebigen Präsentation des Teams von Aniplex inklusive einer vollen Stunde Gameplay zum Remake konnte ich viele Eindrücke sammeln, die ich in diesem Artikel kurz anreiße, denn die detaillierte Analyse gibt es oben im Video.
Das Spannendste an der Neuauflage ist das von Grund auf neu gestaltete Kampfsystem. Die ursprüngliche PSP-Version könnte man als klassischen Dungeon-Crawler mit Stein-Schere-Papier-Mechanik beschreiben. In Record erwartet euch stattdessen ein strategischer Deck-Builder, der an typische JRPG-Rundenkämpfe erinnert, was sich beim Zuschauen bereits dynamisch anfühlte und einiges an Spieltiefe verspricht. Als "Meister" zieht man pro Runde Befehlskarten, die man mithilfe von Aktionspunkten taktisch einsetzen möchte, um die Angriffe des "Dieners" (etwa Saber, Archer oder Caster) zu verketten. Mich machen die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten und speziellen Fähigkeiten besonders neugierig. Sammelkarten- und Rollenspiel-Fans abseits der Fate-Reihe dürften sich dafür ebenfalls begeistern.
Die Entwicklung von Fate/Extra Record glich einer Odyssee. Ursprünglich wurde das Projekt bereits 2020 angekündigt, der ehemalige Direktor Kazuya Niinou gab zu, dass er den Zeitplan für die Komplettvertonung falsch eingeschätzt hatte. Im März 2026 sprang Publisher Bandai Namco ab. Erst durch das Eingreifen von Aniplex konnte das Projekt erhalten und auf Kurs für 2027 gebracht werden.
Visuell macht Fate/Extra Record im Vergleich zum Original einen gewaltigen Sprung nach vorn. Die virtuelle Cyber-Welt rund um die Tsukumihara-Akademie wurde in einen schicken, detailliertenn Cel-Shading-Anime-Look mit ausdrucksstarken 3D-Charaktermodellen und spektakulär animierten Ultimate-Angriffen aufgewertet. Da uns die Spielelemente jedoch über ein Online-Tool präsentiert wurde, kann ich die finale Performance – gerade in effektreichen Momenten – noch nicht verlässlich bewerten. Die Dungeons selbst sahen etwas leer für heutige JRPG-Verhältnisse aus, sie versprechen aber interessante Ereignisse beim Erkunden. Wie etwa, dass euch Gegenspieler jederzeig auflauern können und euch zum beispiel durch virtuelle Bomben Zutritte blockieren, oder zu anderen, dynamischeren Umwegen zwingen. Ich stelle mich auf viele unterschiedliche Rätsel ein, denn von diesen Gegenspielern soll es ganze 128 Stück geben.
Die Duelle gegen Rivalen fallen kürzer, aber intensiver aus als Kämpfe gegen normale Gegner der Dungeons. Es gibt zudem Wächter, die neue Karten zu eurer Sammlung hinzufügen. Des Weiteren spielt ein zentrales Fate-Element weiterhin eine große Rolle: Herauszufinden, welche Legenden hinter den jeweiligen Dienern stecken. Um euch auf die richtige Fährte zu locken, plaudern die Charaktere allerdings pausenlos. Dass die Vorlage ein virtueller Roman ist, macht sich schnell bemerkbar. Mich hält dieses Detektiv-Element motiviert mitzulesen, denn auch schon bei Fate/Samurai Remnant hatte ich viel Spaß dabei zu rätseln, welche der Figuren zum Beispiel Leonardo da Vinci, Jeanne d'Arc oder König Artus sein könnte. Dieses Mal verraten die Ultis der Kämpfer das wohl wichtigste Detail dazu. Die Begegnungen mit Rivalen werden also nicht nur für die Erkundung besonders spannend.
Auf die Rückkehr in den brutalen Krieg um den Heiligen Gral müssen wir erfreulicherweise nicht mehr lange warten. Nach langem Hin und Her erscheint Fate/Extra Record offiziell am 28. Januar 2027. Auf der TGS 2026 durften Fans bereits 15 Minuten selbst anspielen, noch haben sie keine starken Meinungen geteilt. Das Remake erscheint für alle gängigen Plattformen, darunter auch