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„Wir sind noch nicht fertig“: Bungie spricht über Zukunft von Destiny 2 und Marathon
Das Destiny- und Marathon-Studio Bungie steckt in einer schweren Krise. Jetzt sprechen der Studio-Chef und ein Manager über die Zukunft des US-amerikanischen Spieleentwicklers. Sie erklären: „Wir sind noch nicht fertig“ und möchten das Vertrauen der Community zurückgewinnen.
Im Sommer dieses Jahres entließ das Spielestudio Bungie fast 300 Mitarbeiter. Die Entwicklung von neuen Inhalten für Destiny 2 endete mit dem Content-Update „Moments of Triumph“ am 9. Juni 2026. Doch im Rahmen eines kürzlich veröffentlichten YouTube-Videos sprechen Studio-Chef Poria Torkan und Produktmanager und Marathon-Leiter Josh Deane darüber, wie es aktuell um Bungie steht und was für die Zukunft des Studios geplant ist.
„Wir haben das Vertrauen, unzählige Kollegen und den Blick auf unsere Spielerschaft verloren“, erklärt das neue Leitungs-Team von Bungie im Video. Das neu erklärte Ziel ist es, die Verbindung mit der Community wiederherzustellen und die Spieler wieder in den Fokus zu stellen. Dafür muss das Vertrauen durch die Qualität der eigenen Spiele gewonnen werden, korrekte Entscheidungen getroffen und ein Dialog mit der Community etabliert werden, heißt es weiter.
Statt sich ausschließlich auf die Entwicklung des Extraction-Shooters Marathon zu konzentrieren, ist Bungie überraschenderweise „noch nicht fertig mit Destiny“, wie im Rahmen des YouTube-Videos erklärt wird. Als Grund dafür werden die Stimmen aus der Community genannt, die sich gegen ein Ende des Looter-Shooters aussprachen.
Deshalb öffnen die Entwickler von Bungie die Content-Vault von Destiny 2 und wollen zuvor aus dem Spiel entfernte Inhalte wieder zur Verfügung stellen. Das Spiel soll zukünftig „zur ursprünglichen Vision zurückkehren“ und „die Aspekte zurückbringen, die den MMO-Shooter ausgezeichnet haben“. Die Rückkehr alter Inhalte soll dabei einer von mehreren Schritten sein, um dieses Ziel zu erreichen.
Aktuell arbeitet Bungie daher daran, in Destiny 2 nicht mehr verfügbare Kampagnen, Orte und Raids wieder in das Spiel einzubauen. Aufgrund umfangreicher Änderungen im Rahmen des DLCs „Beyond Light“ im Jahr 2020, als Bungie erstmals die Content-Vault einführte, müssen die alten Inhalte an neue Systeme in Destiny 2 angepasst werden, was entsprechend Zeit erfordert. Einen Termin für die Rückkehr der entfernten Inhalte nennen Studio-Chef Poria Torkan und Produktmanager Josh Deane jedoch noch nicht. Weitere Details dazu sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.
Dabei soll die Öffnung der Content-Vault nur ein erster Schritt der „Zukunft von Destiny“ sein, der die Grundlage für „weitere Storys und Spiele“ von Bungie darstellen wird. Auffällig ist, dass hierbei von der „Zukunft von Destiny“, aber nicht direkt von Destiny 2 gesprochen wird.
Auch für Marathon sind große Änderungen geplant: So soll der Extraction-Shooter „zu einer umfassenderen Survival-Erfahrung weiterentwickelt werden“. Zunächst soll dafür im Rahmen des aktuell laufenden ersten Jahres von Marathon der Fokus auf die Spielwelt, das Kampfsystem und den kompetitiven Aspekt gelegt werden. Zusätzlich sollen Spieler künftig mehr Optionen erhalten, um Marathon entweder im klassischen PvPvE-Modus, als kompetitives PvP-Spiel oder in kooperativen PvE-Modi erleben zu können.