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ePA-Aus für ältere Smartphones: Verbraucherschützer sehen Informationsdefizite
Viele Versicherte können die ePA-App auf älteren Smartphones bald nicht mehr nutzen. Verbraucherschützer kritisieren, wie die Krankenkassen informiert haben.
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Viele Versicherte mit älteren Smartphones können die elektronische Patientenakte ab Juli 2026 nicht mehr mobil nutzen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert die Krankenkassen, Versicherte nicht ausreichend auf den bevorstehenden Wegfall des mobilen Zugangs zur elektronischen Patientenakte (ePA) auf älteren Smartphones und Alternativen wie die Desktop-App hingewiesen zu haben. Bereits Ende 2024 hatte der Verband die Informationspolitik der Kassen rund um die Einführung der ePA kritisiert. Doch nach wie vor kommt es immer mal wieder zu Kommunikationspannen und Missverständnissen.
Künftig laufen die ePA-Apps aus Sicherheitsgründen nur noch auf Android 14 beziehungsweise iOS 18 und neuer – zunächst von Krankenkassen wie den elf AOKen und der Techniker Krankenkasse, der Barmer und der Knappschaft. Bei Krankenkassen, die Kunden beim IT-Dienstleister Bitmarck sind, funktionieren die ePAs noch bis Ende des Jahres. Die TK hatte bereits im April informiert und die AOK ab Mai.
Der vzbv stellt die strengeren Sicherheitsanforderungen ausdrücklich nicht infrage. „Gesundheitsdaten sind hochsensibel. Strenge Sicherheitsvorgaben sind daher richtig. Gleichzeitig darf es nicht passieren, dass Versicherte dadurch den Zugang zu ihrer ePA verlieren“, erklärte Gesundheitsexperte Lucas Auer. Ohne Zugriffsmöglichkeit können Versicherte weder ihre Daten einsehen noch selbst steuern, wer darauf zugreifen darf.
Nach Ansicht des Verbands hätten die Krankenkassen Betroffene frühzeitig und transparent informieren sowie beim Wechsel auf alternative Zugänge wie die Desktop-Anwendung für die ePA oder Vertretungslösungen unterstützen müssen. Hier gebe es noch Nachholbedarf. „Der Gesetzgeber muss zügig Wege schaffen, damit Versicherte auch unabhängig von privaten Endgeräten auf ihre ePA zugreifen können. Mögliche Lösungen sind assistierte Angebote in Apotheken oder spezielle Gesundheitsterminals“, sagte Auer. Die Kontrolle über die eigenen Gesundheitsdaten dürfe nicht von der technischen Ausstattung oder dem Geldbeutel abhängen.
Parallel hat der vzbv einen Verbraucheraufruf gestartet. Versicherte können dem Verband ihre Erfahrungen mit der elektronischen Patientenakte schildern und dabei unter anderem Probleme mit der Nutzung oder Auffälligkeiten in den in der ePA einsehbaren Abrechnungsdaten ihrer Krankenkasse melden. Die Rückmeldungen sollen dazu beitragen, Schwachstellen der ePA zu identifizieren.
Überdies plädiert der Verband auf europäischer Ebene für verbindlich längere Software-Supportzeiträume für Smartphones und andere Geräte. Verbraucher sollten nicht wegen auslaufender Sicherheitsupdates zum Neukauf gezwungen werden – auch um Kosten zu senken und Elektroschrott zu vermeiden.
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