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heise+ | Mähroboter im Test: Elektro-Schafe mit Laser-Augen
Mähroboter mit LiDAR-Scanner kürzen den Rasen, ohne in den Teich zu fallen oder gegen den Baum zu fahren – und das ganz ohne Begrenzungsdraht. Wie gut sind sie?
Mähroboter ohne Begrenzungskabel versprechen wenig Aufwand zur Installation bei gleichzeitig präziser Navigation auch in auseinanderliegenden Zonen. Doch in der Praxis zeigt sich schnell: Nicht jede Navigationstechnik funktioniert in jedem Garten gleich gut. Besonders in dicht bebauten Wohngebieten geraten GPS-gesteuerte RTK-Mähroboter (Real Time Kinematic) an ihre Grenzen. Hohe Gebäude, Mauern oder dichter Baumbestand stören den Satellitenempfang und erschweren die Orientierung erheblich.
Neuere Modelle auf Basis von LiDAR (Light Detection and Ranging) kennen dieses Problem nicht. Statt auf Satelliten zu setzen, erfasst der Roboter seine Umgebung mit reflektierten Laserstrahlen und erstellt daraus eine detaillierte Karte. Mithilfe vom SLAM-Verfahren (Simultaneous Localization and Mapping) bestimmt er kontinuierlich seine Position. Gerade das, was für Satelliten-gestützte Bots zum Problem wird, ist für LiDAR ein Vorteil: Mauern, Zäune oder Bäume dienen als stabile Referenzpunkte. Dadurch navigieren LiDAR-Mähroboter auch in verwinkelten, schattigen oder dicht bebauten Gärten zuverlässig – unabhängig von Himmelssicht, Tageszeit oder Wetter.
Ganz ohne Einschränkungen kommt allerdings auch LiDAR nicht aus. Die Reichweite der Sensoren liegt typischerweise bei rund 30 Metern. Auf sehr großen, offenen Flächen mit wenigen markanten Strukturen kann die Positionsbestimmung ungenauer werden. Hier spielt RTK weiterhin seine Stärken aus. Die Entwicklung geht deshalb zunehmend in Richtung hybrider Systeme.
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