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GTA 6 in 60 FPS? Laut den Technik-Experten von Digital Foundry können wir uns das wohl abschminken
Trotz aktueller Leaks dämpfen die Technik-Analysten die Hoffnungen auf eine hohe Bildrate auf PS5 und Xbox Series X/S. Die komplexe Welt hat ihren Preis.
Digital Foundry ist eine renommierte Tech-Redaktion innerhalb des Eurogamer-Netzwerks. Die Experten um Richard Leadbetter gelten als internationale Branchen-Autorität für tiefgreifende Analysen von Engine-Technologien, Bildraten und Hardware-Performance.
Nicht, dass ich großartig damit gerechnet hatte – die GTAs liefen ab Werk nie mit einer berauschenden Konsolen-Bildrate –, aber im Netz weckten zuletzt Erwähnungen von unterschiedlichen Grafikmodi in GTA 6, etwa bei Media Markt Polen, Hoffnung auf einen 60-FPS-Modus. Digital Foundry hat in seiner jüngsten DF-Weekly-Episode mal laut darüber nachgedacht, was in Grand Theft Auto 6 möglich ist und dargelegt, warum 60 Bilder pro Sekunde aus technischer Sicht hochgradig unwahrscheinlich scheint.
“Der Detailgrad in dem Trailer, in Vorbestellungs-Screenshots und in weiterem neuen Material macht es leider extrem herausfordernd, dieses Spiel auf eine Weise herunterzuskalieren, die einen 60-FPS-Modus erlaubt”, so Digital-Foundry-Kollege Will Judd.
Ein Schlüsselaspekt seien die hohen Anforderungen, die das Spiel an die CPU stellt – der umfassenden Simulationselemente wegen. Als ebenfalls hardwarehungrige Beispiele zieht er Dragon’s Dogma 2 und Baldur’s Gate 3 heran, die in dicht bevölkerten Gebieten in die Knie gingen. GTA 6 sei noch einmal auf einem deutlich anspruchsvolleren Level.
Des Weiteren könne man die Spielwelt in GTA 6 sowohl fliegend als auch am Boden deutlich schneller durchqueren als in den genannten Rollenspielen, noch dazu in Vehikeln, die ihre eigene, aufwendige Physik mitbringen. Dies lasse den Schritt von 30 auf 60 FPS ein bisschen zu lang erscheinen, als dass die aktuellen Konsolen ihn meistern könnten.
Judd fährt fort: “Außerdem muss man einfach die Realität von Rockstars bisherigen Konsolenspielen bedenken. GTA 4, GTA 5 und Red Dead Redemption 2 erschienen auf den Konsolen allesamt mit 30 FPS. Tatsächlich blieben die Spiele oft sogar noch unter diesem Limit. Zwar konnte Rockstar bei Next-Gen-Neuauflagen (wie GTA 5 auf Xbox Series X/S und PS5) einen 60-FPS-Modus nachliefern. In der Vergangenheit zog es das Studio jedoch stets vor, die grafische Detailtreue bei 30 FPS zu maximieren, anstatt sie für 60 FPS zu opfern.”
Wer auf die PS5 Pro hofft, den fängt Judd gleich wieder ein. Der Sprung, den die CPU gegenüber dem Basismodell hingelegt hat, sei nicht besonders groß. Allerdings hält Digital Foundry einen 40-FPS-Modus auf der PS5 Pro für eine mögliche Option. Dieser sieht auf einem 120-Hz-Display mit VRR ebenfalls sehr flüssig aus. Das liegt an den schnelleren Frametimes, die mit 25 ms auf halbem Wege zwischen dem 33,3-ms- und dem 16,7-ms-Refresh einer 30-FPS- beziehungsweise 60-FPS- liegen.
Schon Anfang letzten Jahres hatte ein ehemaliger Rockstar-Angestellter den frommen 60-FPS-Wunsch in Zweifel gezogen. Dennoch kommt das Thema immer wieder auf. Was am Ende stimmt, sehen wir dann, wenn GTA 6 am 19. November erscheint. Ein Tag, an dem nichts weiter passieren wird, von dem irgendjemand Notiz nähme…