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ADAC fordert Abschaffung der 12-Uhr-Regel an Tankstellen
Seit April dürfen Tankstellen nur noch um 12 Uhr die Spritpreise erhöhen. Der ADAC kritisiert, dass die Regel zu größeren Preisschwankungen im Tagesverlauf geführt habe, statt die Preise zu senken.
Der ADAC hat sich für die Abschaffung der sogenannten 12-Uhr-Regel an Tankstellen ausgesprochen. Die Regel habe zwar die Zahl der täglichen Preisänderungen erheblich reduziert und den Zeitpunkt der Preiserhöhung vorhersehbarer gemacht - das habe die Preise aber keinesfalls gesenkt, teilte der Automobilclub mit. "Vielmehr hat sich die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich ausgeweitet", hieß es.
Die 12-Uhr-Regel gibt es in Deutschland seit dem 1. April. Tankstellen dürfen die Preise für Benzin und Diesel seitdem nur einmal am Tag erhöhen - um 12 Uhr. Preise senken können sie jederzeit.
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06.08.2026
Trotz der 12-Uhr-Regel wurden im Juli bundesweit Tausende mutmaßliche Verstöße registriert.
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"Wer mittags nach 12 Uhr tanken muss, hat erhebliche Zusatzkosten, die sich in keiner Weise rechtfertigen lassen", hieß es vom ADAC. Die 12-Uhr-Regel habe ihr Ziel aus Verbrauchersicht nicht erreicht, so ADAC-Verkehrspräsident Peter König.
Der ADAC steht mit seiner Kritik an der Regelung nicht alleine da. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) schrieb Ende April in einer Auswertung, dass die einmalige Preiserhöhung zu höheren Durchschnittspreisen führe. Vor der 12-Uhr-Regel hätten die Verbraucher über den Tag zahlreiche Gelegenheiten gehabt, günstiger zu tanken. Auch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung bewertete die Maßnahme negativ.