// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
Lisuan Extreme LX7G100 im Test: Auch diese China-Grafikkarte ist wirklich schlecht
Wie gut ist die China-Gaming-Grafikkarte Lisuan Extreme LX7G100? Der Test anhand einer über die Community importierten „Founders Edition“ liefert mit Benchmarks, Messwerten und einem umfassenden Problembericht die Antwort. Zum Vergleich durfte auch eine GeForce GTX 1060 von 2016 mal wieder zeigen, was sie noch kann.
Nvidia, AMD oder Intel – das sind die drei großen Unternehmen, die Gaming-Grafikkarten für den Desktop-PC herstellen. In der westlichen Welt wird sich dies auf absehbarer Zeit auch nicht ändern. Doch da China derzeit versucht, sich unabhängig von anderen Ländern zu machen, stehen auch Grafikkarten chinesischer Hersteller auf der To-Do-Liste des Landes.
Mit der Moore Threads MTT-S80 und der S30 (Test) hat es vor etwa zweieinhalb Jahren einen Anfang gegeben. Fazit: Wenig Leistung, schlechte Kompatibilität und viele Probleme. Aber ein Anfang.
Nun folgt ein weiterer Anlauf eines anderen Herstellers: Die Lisuan Extreme LX7G100, die vieles anders und auch besser machen soll. Es soll nicht nur deutlich schneller werden, die Hardware soll auch kompatibler zu modernen 3D-Standards sein. Gemeinsam haben beide, dass sich die Produkte nicht außerhalb Asiens werden kaufen lassen. Davon abgesehen soll aber vieles anders und besser sein.
Gleich geblieben ist, dass die Extreme LX7G100 kein Raytracing unterstützt. Das ist eigentlich kein Problem, da der Grafikkarte ohnehin die Performance dafür fehlt – so viel schon mal dazu. Jedoch gibt es somit Spiele, die generell mit der Hardware nicht funktionieren. Und das werden in Zukunft immer mehr werden. Weniger ein Problem ist, dass auch auf separate Matrix-Einheiten (KI-Beschleuniger) verzichtet wird. Hochwertiges Upsampling hat es somit schon einmal schwerer. Das gibt es, Stand jetzt, aber ohnehin nicht.
ComputerBase hat die getestete Lisuan Extreme LX7G100 Founders Edition in Kooperation mit PC Games Hardware und mit Unterstützung aus der Community importiert. Offiziell zu kaufen gibt es sie außerhalb Chinas nicht. Wer weitere Messwerte und eine zweite Erfahrung über die Extreme LX7G100 lesen möchte, kann dementsprechend auch bei den Kollegen vorbeischauen. Ein Test ist dort zeitgleich erschienen. In diesem Fall handelt es sich dort sogar um den Test derselben Grafikkarte. Das kommt selten vor.
Ob das Gesamtkonzept funktioniert, wird aber auch der Test auf ComputerBase zeigen. Dazu hat die Redaktion eine Lisuan Extreme LX7G100 Founders Edition aus China importiert, die in einem Einsteiger-Testparcours für Grafikkarten zeigen muss, wie sich das Modell gegen aktuelle und ältere Beschleuniger von Nvidia und AMD schlägt. Mit dabei sind unter anderem moderne Produkte wie die GeForce RTX 5060 und die GeForce RTX 4060, genauso aber auch alte Grafikkarten wie GeForce RTX 3060, GeForce RTX 2060 und GeForce GTX 1060. Irgendwo dazwischen sollte sich die „LX7G100“ einsortieren.
Lisuan hat über die Extreme LX7G100 einige technische Daten bekanntgegeben, jedoch deutlich weniger als zum Beispiel von Nvidia und AMD gewohnt. Viele Details zur Architektur bleiben damit ein Geheimnis. Neben dem Gaming-Modell LX7G100 gibt es auch Server- und Workstation-Ableger.
Die Grafikkarte verfügt über eine eigens entwickelte Architektur, die auf die Bezeichnung „TrueGPU“ hört. Die GPU, die den Codenamen „7G106“ trägt, wird bei TSMC in N6-Fertigung hergestellt. Angaben zur Größe oder zur Anzahl der Transistoren gibt es nicht.
Grundlegende technische Spezifikationen sind dagegen vorhanden: So sprechen die Entwickler von 48 Compute Units – wie diese zusammengesetzt sind, bleibt dagegen unklar. Weitere Quellen geben derweil 6.144 FP32-ALUs an, was auf 128 FP32-Einheiten pro Compute Unit hinauslaufen würde. Das wäre dieselbe Konfiguration, wie sie Nvidia in aktuellen Grafikkarten verwendet. Andere wiederum geben 3.072 FP32-ALUs an, was mit 64 ALUs pro Compute Unit dem aktuellen AMD-Standard entsprechen würde. Da es jedoch eine Leistungsangabe von 24,58 TFLOPS und laut Benchmark-Tools auch eine Angabe zur Taktf