// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
Vergleich zu DSL und Kabel: Wie teuer ist ein Glasfaseranschluss im September 2026
Der Glasfaserausbau kommt voran, es hakt aber weiterhin beim Absatz. Nicht alle, die könnten, wechseln auch auf Glasfaser. Einer der Gründe sind die Preise für die Tarife. Wie hoch die Mehrkosten gegenüber DSL- und Kabelanschlüssen sind, analysiert ComputerBase.
Um zu überprüfen, wie teuer die Glasfasertarife im Vergleich zu DSL- und Kabelanschlüssen sind, hat ComputerBase die Preise verschiedener Anbieter verglichen. Erfasst wurde jeweils der Durchschnittspreis in den ersten 24 Monaten, also die Mindestvertragslaufzeit. Startangebote, die Provider in den ersten drei bis zwölf Monaten gewähren, wurden also mit dem regulären Monatspreis verrechnet.
Zusatzkosten wie Anschlussgebühren wurden nicht erfasst. Die Preise stammen aus den Tarifübersichten der einzelnen Anbieter. Sonderaktionen, die nicht in den Übersichten auftauchen, wurden nicht aufgenommen.
Die Angaben zu den Tarifen stammen von den Webseiten der Telekom, Vodafone*, Pyur, o2, Deutsche Glasfaser*, 1&1 (Stand: 22. September 2026).
Was sich zeigt, ist ein Preisgefälle, das vergleichbar ist mit der ComputerBase-Analyse vom März 2025. Die meisten Mbit/s pro Euro erhält man mit Kabelanschlüssen, danach folgt der Großteil der Glasfaseranschlüsse. DSL hat die schlechteste Preis-Leistungsbilanz.
Relevanter Kontext: Wer einen Glasfaseranschluss mit 500 bis 1000 Mbit/s bucht, zahlt – je nach Anbieter – in den ersten 24 Monaten im Durchschnitt an die 50 Euro und mehr. Bei den 1000er-Anschlüssen sind es sogar über 55 Euro im Monat. Kabel fällt dabei etwas günstiger aus, ist aber nicht überall verfügbar.
Vodafones Tarif-Übersicht enthält eine Sonderaktion. Daher haben manche Tarife einen günstigeren Einheitspreis.
Bei DSL gibt es hingegen Anschlüsse, bei denen selbst 100 Mbit/s in den ersten zwei Jahren durchschnittlich nur knapp 30 Euro pro Monat kosten. Wer also sagt, ihm reicht diese Download-Geschwindigkeit im Alltag aus, hat wenig Grund, fast das Doppelte zu zahlen.
Eine weitere Erkenntnis, die nach wie vor gilt: Es sind vor allem die Einstiegsangebote, die die monatlichen Preise drücken. Also beispielsweise 19,99 Euro bei Vodafone für die ersten neun Monate oder 9,95 Euro bei der Telekom für die ersten drei Monate. Die regulären Preise liegen weit höher, selbst bei den kleinsten DSL-Tarifen sind es bei allen Providern über 35 Euro im Monat. Ein Wechsel nach der Mindestvertragslaufzeit lohnt sich bei regulären Tarifen immer.
Vergleicht man alle Glasfasertarife mit denen aus dem Frühjahr 2025, zeigt sich, dass man sowohl bei Glasfaser als auch Kabel mittlerweile mehr Mbit/s für den Euro bekommt. DSL-Anschlüsse wurden im Vergleich sogar teurer. Die Entwicklung geht also weg von der traditionellen Anschlusstechnik. Beim Einstiegspreis ist DSL aber nach wie vor am günstigsten.