// SPIEGEL KULTUR — MODA & SOCIETÀ
Sandra Hüller fand ihren Weg ins Schauspiel über ein Jobcenter
Sandra Hüller, 48, hat in der US-Talkshow »Late Night« über ihren ungewöhnlichen Weg ins Filmbusiness gesprochen. »Ich musste in ein Büro gehen, ein Jobcenter oder so, um herauszufinden, wie man Schauspielerin wird, weil es mir niemand erklären konnte«, sagte sie zu Moderator Seth Meyers.
Hüller wuchs in Thüringen auf, in Oberhof und Friedrichroda, in einer »Familie von Bauern, Webern und Pädagogen. Niemand hatte in irgendeiner Form etwas mit Kunst zu tun«, sagte sie. Ein Lehrer habe sie als Kind dazu motiviert, sich in ihrer Schule der Theatergruppe anzuschließen. Ihren Berufswunsch habe sie aber erst später entwickelt. »Ich wusste nicht, was ich werden wollte. Vielleicht Krankenschwester, das wäre auch toll gewesen.«
Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.
Der Besuch eines Jugendtheaterfestivals in Berlin habe sie zur Bewerbung an einer Schauspielschule bewegt – mit Umweg über das Jobcenter. »Das war, bevor es das Internet gab«, erzählte sie. »Sie hatten eine Art Computer, wo man Berufswünsche eingeben konnte, und irgendwo stand dort: Schauspieler.«
Derzeit ist Hüller auf Werbetour für ihren neuesten Film: Ab dem 1. Oktober ist Hüller in den deutschen Kinos in »Digger« an der Seite von Tom Cruise zu sehen. Darin spielt sie die Halbschwester des langjährigen Hollywoodstars.
Eigenen Angaben zufolge sah sie Cruise zum ersten Mal in »Top Gun« (1986) und »Days of Thunder« (1990). »Aber natürlich in synchronisierter Fassung«, sagte sie. »Wir sprechen Deutsch. Ich wusste gar nicht, dass er Amerikaner ist, bis ich älter geworden bin.«
Ein SPIEGEL-Gespräch mit Sandra Hüller lesen Sie hier .