// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
DraStic nano: GammaOS Next 1.4.2 aktiviert GPU Rendering und senkt Audio-Latenzen
GammaOS Next 1.4.2 erweitert Android-Handhelds um zahlreiche Funktionen, von denen vor allem RG DS und RG DS Plus profitieren. Neben neuen Themes, Medien- und Systemoptionen erhält DraStic-nano GPU-Rendering, geringere Audio-Latenzen, gleichmäßigeres Frame-Pacing, einfachere Titel-Organisation und zusätzliche Komfortfunktionen.
GammaOS Next ist eine alternative Firmware für Android-Handhelds, die überflüssige Bloatware der Hersteller entfernt und zugleich zahlreiche zusätzliche Funktionen und Leistungsverbesserungen mitbringt. Für leistungsschwächere Handhelds steht mit GammaOS Nano eine schlankere Variante bereit, in der ebenfalls viele der Neuerungen Einzug halten.
Die technisch größten Neuerungen von GammaOS Next 1.4.2 entfallen auf DraStic-nano. 3D-Inhalte des Nintendo DS rendert der Emulator fortan auf der GPU und unterstützt dabei Multisampling, eine dem DS entsprechende Überblendung, Toon-Shading sowie Stencil-Schatten. Vor allem die hochauflösende Darstellung von 3D-Grafik soll dadurch die CPU weniger belasten. Als Spiele, deren Darstellung im Zuge der Änderungen korrigiert wurde, führen die Release Notes ausdrücklich Mario Kart DS, Pokémon White 2 und GTA: Chinatown Wars an. Die 3D-Ebene soll selbst in anspruchsvolleren Szenen 60 Bilder pro Sekunde halten können.
Weitere Optimierungen betreffen das Frame-Pacing und die Latenzen, insbesondere auf RG DS und RG DS Plus. Mit Threaded 3D können 3D-Grafik und CPU-Emulation parallel verarbeitet werden. Darüber hinaus soll Fast-Forward nun ohne Grafikfehler und Flackern arbeiten.
Grundlegend überarbeitet wurde zudem die Audio-Ausgabe von DraStic-nano. Im Spiel soll die Latenz auf wenige Dutzend Millisekunden oder weniger zurückgehen. Wird ein Headset angeschlossen, wechselt die Ausgabe automatisch auf die Klinkenbuchse und nach dem Abziehen wieder zurück zum Lautsprecher. Beseitigt worden sein sollen außerdem Klick- und Knackgeräusche in anspruchsvollen Szenen, nach dem Laden von Speicherständen sowie während des regulären Spielbetriebs. Die gestreamte Sprachausgabe soll nicht länger stocken. Spiele, die mithilfe der Capture-Einheiten des DS Echoeffekte erzeugen, sollen darüber hinaus näher am Originalgerät klingen.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Dual-Screen-Handhelds, für die GammaOS Next 1.4.2 die Anpassungsmöglichkeiten der Benutzeroberfläche deutlich ausbaut. EmulationStation-Themes lassen sich über die ES-DE-Theme-Engine jetzt direkt darstellen, während ein neues Startmenü beim Hochfahren unmittelbar die Seite eines bestimmten Spielsystems öffnen kann. Ergänzt werden frei wählbare Akzentfarben und zahlreiche Verbesserungen am Dsi-Theme. Bei DS-Spielen kann dieses das jeweilige Icon und den Titel anzeigen, einen Hintergrundeffekt über beide Displays darstellen und die konfigurierte Farbe für den oberen Bildschirm übernehmen.
Button-Hinweise, vollständig abgespielte Startanimationen, überarbeitete Einstellungsseiten und Scrollleisten sowie eine höhere Geschwindigkeit gehören ebenfalls zu den Neuerungen. Darüber hinaus gibt es eine Option zum Halbieren der Auflösung der XMB-Uhr, Schalter für Startsound und Menümusik, eine zuschaltbare Akku-Prozentanzeige, neue Bestätigungshinweise und Verbesserungen an den Sprach- und Übersetzungseinstellungen.
Mehr Möglichkeiten bietet GammaOS Next 1.4.2 auch bei der Organisation eigener Inhalte. In der Spielebibliothek werden Titel standardmäßig mit den beim Scraping ermittelten Namen geführt, auf Wunsch lassen sich jedoch weiterhin die ursprünglichen Dateinamen verwenden. Arcade-Systeme erscheinen separat, eigene PNG-Dateien können als System-Icons dienen und eine von Hand festgelegte Reihenfolge der Systeme bleibt bestehen. Wird ein DS-Spiel beendet, führt das System im App- und Home-Bereich direkt zum Home-Bildschirm zurück. Geräte mit 1 GB Arbeitsspeicher sollen Apps schneller starten, zugleich soll bei einem statischen Menü die CPU-Auslastung sinken. Auf das Querformat festgelegte Anwendungen wie PPSSPP und Flycast werden a