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VW vereinbart Milliardenpakt mit Batteriehersteller Gotion aus China
Gotion und VW wollen gemeinsam die Fertigung von Batterien für E-Autos in Europa voranbringen. Dafür wurde eine milliardenschwere Kooperation vereinbart.
Volkswagen will mit der Kooperation seinen Batteriebedarf unabhängiger als bisher machen. Im Bild: VW ID. Polo
Volkswagen und der chinesische Batteriezellhersteller Gotion wollen enger zusammenarbeiten und investieren dafür einen Milliardenbetrag. Geplant sind drei Gemeinschaftsunternehmen in Spanien, der Slowakei und Marokko, wie Volkswagen, die VW-Batteriesparte PowerCo und Gotion mitteilten. Entsprechende Vereinbarungen seien unterzeichnet worden. Die Pläne stehen unter anderem noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Die im Bau befindliche PowerCo-Batteriezellfabrik im spanischen Valencia soll den Angaben zufolge in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden. Auch die Gotion-Fabrik in Surany in der Slowakei soll in ein Joint Venture überführt werden. In Marokko planen die Partner außerdem eine neue Anlage für Material, das für die Herstellung von Batteriezellen benötigt wird. Alle drei Gesellschaften sollen gemeinsam geführt werden.
Dafür nehmen die Partner viel Geld in die Hand: PowerCo soll voraussichtlich bis 2030 insgesamt rund 470 Millionen Euro in die Standorte in der Slowakei und Marokko investieren, um jeweils 49 Prozent an den dortigen Unternehmen zu erwerben. Gotion soll im Gegenzug rund 1,1 Milliarden Euro für 49 Prozent am Standort Valencia aufbringen.
Die Kooperation nützt nach Ansicht von VW-Technikvorstand und PowerCo-Chefaufseher Thomas Schmall beiden Partnern: Volkswagen erhalte schneller Zugriff auf bestimmte Batterie-Technologien, Gotion unter anderem Zugang zum europäischen Markt. „Wir wollen Technologiestärkung bei gleichzeitiger finanzieller Entlastung“, sagte Schmall. Das sei eine „Win-win-Situation“ und ein Durchbruch für die Industrialisierung von Batteriezellen in Europa. Schmall zufolge soll Surany erst anlaufen, wenn Valencia voll ausgelastet ist.
Volkswagen sei durch den Schritt nun der erste europäische Autohersteller, der die gesamte Batterie-Wertschöpfungskette abdeckt – von der Entwicklung über die Vormaterialien bis hin zur Produktion, sagte Schmall. Strategisch wichtig sei die geplante Anlage in Marokko. Es werde sich um eine der wenigen Fabriken für sogenanntes Kathodenmaterial außerhalb Chinas handeln. Die Anlage soll dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
PowerCo ist die 2022 gegründete Batteriesparte des Volkswagen-Konzerns. Sie bündelt unter anderem die Entwicklung und Produktion von Batteriezellen. Ende 2025 nahm die erste Fabrik in Salzgitter die Produktion auf. Ein weiteres Werk entsteht im kanadischen St. Thomas. Diese Standorte sind Schmall zufolge von der Vereinbarung ausgenommen. Volkswagen und Gotion arbeiten bereits seit Jahren zusammen: Volkswagen kündigte den Einstieg bei Gotion 2020 an und wurde im Dezember 2021 dessen größter Aktionär. Parallel zur Kooperationsvereinbarung gab Volkswagen bekannt, 5,3 Prozent seiner Gotion-Anteile zu veräußern. Danach hält Volkswagen weiterhin eine bedeutende Beteiligung. Die Chinesen haben den Konzern auch beim Aufbau der PowerCo-Fertigung in Salzgitter unterstützt.
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