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Die Gilde: Europa 1410: Steam-Rezensionen sehen ein gutes Fundament
Die Gilde 1 Remake: Europa 1410 ist vor knapp zwei Wochen in den Early Access gestartet. Noch bis Donnerstag kostet die mittelalterliche Wirtschaftsimulation mit reduziertem Preis rund 20 Euro. Steam-Rezensionen fallen soweit positiv aus, zeigen aber auch, wo das Remake noch Baustellen hat.
Das von Ashborne Games entwickelte und von THQ Nordic veröffentlichte Spiel kostet im Early Access auf Steam regulär 29,99 Euro. Bis zum 1. Oktober gilt noch ein Einführungsrabatt von 34 Prozent, wodurch der Preis aktuell bei 19,79 Euro liegt. Zum Auftakt stehen sechs Städte und acht Berufe zur Auswahl: Schmied, Steinmetz, Schreiner, Schneider, Parfümeur, Alchemist, Gastwirt und Prediger.
Spieler beginnen als Kopf einer jungen Dynastie mit einem kleinen Betrieb. Je nach Beruf entstehen unterschiedliche Produktionsketten: Rohstoffe werden beschafft, verarbeitet und anschließend verkauft. Der Betrieb lässt sich ausbauen, Mitarbeiter können eingestellt werden und mit wachsendem Einfluss soll die eigene Familie über mehrere Generationen bestehen. Dabei geht es nicht nur um Geld: Wer im Rathaus mitreden will, muss an Einfluss gewinnen und sich die Gunst mächtiger Personen sichern.
Dafür stehen auch weniger legale Mittel zur Verfügung. Popularität, Bestechung und Erpressung helfen beim Aufstieg zu politischen Ämtern. Gleichzeitig können Spieler selbst kriminell werden, etwa Karren überfallen, Gebäude nach Wertgegenständen durchsuchen, Taschendiebe einsetzen oder Bürger für Lösegeld entführen. Wer lieber für Ordnung sorgt, kann dagegen Söldner einsetzen, die Straßen patrouillieren und die Stadt schützen. Verbrechen können zudem Beweise hinterlassen, die später gegen die eigene Dynastie verwendet werden.
Bei den ersten Nutzerwertungen auf Steam kommt Europa 1410 insgesamt ordentlich weg. Aktuell wird das Spiel bei über 700 Rezensionen als „größtenteils positiv“ geführt; 71 Prozent der Spieler sprechen eine Empfehlung aus. Gelobt werden vor allem das Grundprinzip, Wirtschaft und Dynastie, die Atmosphäre sowie die Rückbesinnung auf den ersten Teil. Mehrere Spieler beschreiben das Fundament als solide und sehen bereits viel Potenzial für die weitere Entwicklung.
Gleichzeitig sind die Kritikpunkte ebenfalls recht konsistent. Viele Bewertungen bemängeln noch fehlende oder unfertige Systeme, die einfältige künstliche Intelligenz von Konkurrenten, Marktmechaniken und Ereignisse sowie zu viel manuelle Verwaltung und Micro-Management im Alltag. Gerade wenn mehrere Betriebe wachsen, wird der Aufwand für wiederkehrende Aufgaben als störend beschrieben. Dazu kommen Bugs, kleinere technische Probleme und Stellen, die noch deutlich nach Early Access aussehen, monieren Spieler.
Eine offizielle Roadmap sieht derweil in erster Linie noch mehr Inhalt vor. Im Kampf-Update sollen neue Interaktionen sowie die Berufe Dieb, Gardist und Räuber hinzukommen. Das anschließende Intrigen-Update bringt unter anderem Multiplayer, Rivalitäten und Bündnisse zwischen Dynastien, kooperative und kompetitive Herausforderungen sowie Verbesserungen an der Wirtschaft. Eine weitere Stadt soll von der Community ausgewählt werden.
Für die Version 1.0 sind insgesamt 13 Berufe geplant, hinzu kommen dann Händler und Geldleiher. Außerdem ist die Rede von Gilden-Spielmechaniken, Verbesserungen bei Verbrechen und Bestrafungen sowie weitere Interaktionen innerhalb der Familie. Zwischen den großen Updates soll es monatliche Ergänzungen geben, etwa neue Gegenstände, Interaktionen, Szenen und Automatisierungen. Die Entwickler peilen das Ende des Early Access für den Sommer 2027 an, weisen aber darauf hin, dass sich Inhalte und Zeitplan noch ändern können.