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Transport Fever 3: Infrastruktur-Aufbauspiel startet mit gemischten Wertungen
Transport Fever 3 ist erschienen – für PC mit Windows und Linux, Mac und Konsolen. Neu ist neben größeren Karten in vier Klimazonen, Tageszeiten und mehr Fahrzeugen, Gebäuden und Gütern auch ein ausgebautes Tycoon-Gameplay. Bei Käufern auf Steam kommt all das gut an, bei der Technik gibt es aber Kritik.
Am grundlegenden Spielprinzip hat sich mit dem dritten Teil wenig geändert: Spieler bauen und verwalten ein Verkehrsnetz aus Straßen, Schienen, Schiffsrouten und Flugverbindungen, um damit Passagiere und Güter zu transportieren. Die großen Neuerungen finden sich vor allem in der Wirtschaftssimulation. Städte und Industrien reagieren auf die Versorgung, während Nachfrage, Lagerbestände und Lieferketten stärker aufeinander abgestimmt werden müssen.
Damit rückt Transport Fever 3 stärker in Richtung klassischer Tycoon-Spiele. Gleichzeitig bleibt die Sandbox erhalten: Wer möchte, kann sich auf den Aufbau möglichst effizienter Verkehrsnetze konzentrieren oder die Spielwelt stärker als digitale Modelleisenbahn nutzen. Zum Start stehen mehr als 275 Fahrzeuge aus über 125 Jahren Transportgeschichte zur Verfügung, außerdem gibt es vier Klimazonen, einen dynamischen Tag-Nacht-Zyklus, eine Kampagne und einen integrierten Mod-Browser.
ComputerBase hatte sich Transport Fever 3 zuletzt auf der Gamescom Ende August angesehen und mit Urban Games auch über die DLC-Pläne gesprochen. Damals war das Spiel bereits weitgehend fertig und die Entwickler arbeiteten vor allem am Feinschliff.
Urban Games veröffentlicht die Infrastruktur- und Transportsimulation zeitgleich für Windows, macOS und Linux sowie PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Auf dem PC ist das Spiel über Steam, im Epic Games Store und auf GOG erhältlich. Die Standard Edition kostet rund 50 Euro, die Deluxe Edition schlägt mit rund 65 Euro zu Buche. Besitzer von Transport Fever 2 erhalten auf derselben Plattform einen Treuerabatt von 10 Prozent.
Zum Start fällt das Urteil der Spieler auf Steam gemischt aus. Aktuell sind 68 Prozent von bereits über 1.600 Rezensionen positiv, womit Steam die Gesamtwertung als „ausgeglichen“ einstuft. Auffällig ist dabei die Trennung zwischen Inhalt und Technik. In positiven Bewertungen werden unter anderem die erweiterten und überarbeiteten Spielsysteme, mehr Tiefe bei der Logistik sowie zahlreiche Detailverbesserungen gegenüber Transport Fever 2 gelobt. Viele Spieler beschreiben den dritten Teil als sinnvolle Weiterentwicklung und Ergänzung des bekannten Spielprinzips.
Bei den negativen Bewertungen tauchen dagegen immer wieder technische Probleme auf. Spieler berichten von Rucklern und instabilen Bildraten, insbesondere beim Bewegen der Kamera oder beim Beschleunigen der Simulation. Auch einzelne Bugs und eine als umständlich empfundene Benutzeroberfläche werden kritisiert, einige Spieler monieren sogar regelmäßige Abstürze.
Das ist bemerkenswert, weil Urban Games die letzten Wochen vor dem Release eigentlich für Performance-Optimierung, Fehlerbehebungen sowie Verbesserungen an Tutorial, Benutzeroberfläche und Kampagne nutzen wollte, so hieß es noch auf der Gamescom. Das Spiel sei bereits seit mehreren Monaten inhaltlich fertig. Zum Release steht jetzt folglich weniger die Frage im Raum, ob das grundlegende Spielprinzip aufgeht, sondern wie schnell Urban Games die noch vorhandenen technischen Probleme in den Griff bekommt.