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Flydubai-Flug nach Tel Aviv: Was über den Vorfall bekannt ist
Nach dem gewaltsamen Vorfall im Cockpit eines Flydubai-Flugzeugs auf dem Weg nach Tel Aviv geht die israelische Regierung von einem versuchten Terroranschlag aus. Was über den Zwischenfall bekannt ist - und was nicht.
Ein Flug der Gesellschaft Flydubai ist auf dem Weg nach Tel Aviv nach einem gewaltsamen Zwischenfall im Cockpit in Saudi-Arabien notgelandet. Nach israelischen Regierungsangaben soll ein Pilot seinen Kollegen mit einem Messer verletzt haben.
Laut Flightradar24 verlor die Maschine in rund einer Minute etwa 4.900 Meter an Flughöhe. In verschiedenen auf Social Media geposteten Videos waren teils blutverschmierte Menschen und dramatische Szenen während des Sturzflugs zu sehen. Eine Israelin erzählte dem TV-Sender N12, unter den Passagieren habe große Angst geherrscht, es habe "Schreie und Panik" gegeben. In einem Video werden die Passagiere über Lautsprecher dazu aufgefordert, sitzen zu bleiben.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, ein Pilot der Maschine habe auf den anderen Piloten im Cockpit eingestochen und offenbar versucht, die Maschine voller Israelis zum Absturz zu bringen. Ein Passagier soll Netanjahu bei einem Telefongespräch geschildert haben, wie er mit einem Besatzungsmitglied ins Cockpit vorgedrungen war. Gemeinsam hätten sie den Angreifer überwältigt, während dieser versucht habe, die Bordgeräte zu beschädigen.
Aus Ermittlerkreisen hieß es, unter den Passagieren, die eingriffen, seien israelische Sicherheitskräfte und Luftsicherheitsbegleiter gewesen. Das Steuer hatte nach Angaben der Fluggesellschaft Flydubai eine zweite Besatzung übernommen, die in der Kabine mitreiste.
Flydubai bestätigte eine Auseinandersetzung im Cockpit von Flug FZ1073, nannte aber keine weiteren Details. Zuvor war berichtet worden, die Maschine habe zunächst den Code 7700 abgesetzt, der auf eine Notlage hinweist, und anschließend den Code 7500, der zur Meldung einer Flugzeugentführung verwendet wird.
Im Cockpit einer Maschine von Dubai nach Tel Aviv gab es einen Gewaltvorfall. Die Maschine ist notgelandet.
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Der Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien, wo die Maschine notlandete, teilte mit, der Kapitän und der Erste Offizier seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Angaben über weitere Verletzte gibt es bisher nicht. Israelischen Medien zufolge waren 174 Passagiere an Bord, darunter 27 Kinder. Am Abend wurden die Passagiere an Bord einer Ersatzmaschine sicher zum Flughafen Tel Aviv gebracht, wo Angehörige sie in die Arme schlossen.
Alle Passagiere und die Crew seien in Sicherheit, erklärte auch Flydubai. Premierminister Netanjahu teilte mit, der Angreifer sei festgenommen und werde gegenwärtig von den saudi-arabischen Sicherheitsbehörden befragt.
In der Mitteilung der staatlichen emiratischen Fluggesellschaft hieß es, die Hintergründe und Motive für den Vorfall seien unklar. Flydubai rief dazu auf, von Spekulationen abzusehen, während die Ermittlungen andauerten.