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Biwin M560 SSD 2 TB im Test: Gelungener Auftakt für den Effizienzmeister SM2504XT
Die Tage der großen und stromhungrigen SSD-Controller mit PCIe 5.0 sind gezählt. Die Chips werden immer kleiner und effizienter. Ein jüngstes Beispiel ist der SM2504XT von Silicon Motion, der auf der Biwin M560 SSD seine Premiere feiert und den Phison E31T im Test hinter sich lässt.
Mit der Biwin M560 erreichte eine der ersten SSDs mit SM2504XT-Controller den Markt. Der neue Chip von Silicon Motion ist das Gegenstück zum Phison E31T (Test). Beide buhlen um die Effizienzkrone in der Einstiegsklasse mit PCIe 5.0.
Effiziente PCIe-5.0-SSDs mit rund 10 GB/s maximalem Durchsatz bei nur etwa 5 Watt Leistungsaufnahme – das versprechen Controller wie der Phison E31T und der Silicon Motion SM2504XT. Während der Phison E31T schon länger auf dem Markt ist und zum Beispiel SSDs wie die Corsair MP700 Elite (Test) oder die Kioxia Exceria Plus G4 (Test) antreibt, erreichte der SM2504XT erst diesen Sommer den deutschen Markt.
Die Biwin M560 zählt zusammen mit der baugleichen Acer FA300 zu den ersten und im hiesigen Markt bisher einzigen SSDs mit diesem Chip. Auf der M.2-2280-Platine sitzt außerdem TLC-NAND der BiCS8-Generation von Kioxia. Biwin nennt maximal 11 GB/s beim Lesen und 10 GB/s beim Schreiben sowie eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von nur 5,2 Watt. Die Serie wird mit Speicherkapazitäten von 1 TB und 2 TB angeboten.
Für den Test hat Biwin das 2-TB-Modell mit der zum Zeitpunkt des Tests aktuellen Firmware-Version BS3563VN zur Verfügung gestellt. Ungewöhnlich ist, dass die Komponenten ab Werk nicht von einem Aufkleber verdeckt sind. Nur auf der nicht mit Bauteilen bestückten Rückseite befindet sich ein Sticker samt Seriennummer, der zum Erhalt der Garantie auch nicht entfernt werden soll.
Für die Vorderseite legt Biwin aber zwei Aufkleber bei, die der SSD optional eine unterschiedliche Optik verleihen. Sollte die SSD in einem Slot mit SSD-Kühler unterkommen, kann und sollte darauf verzichtet werden, denn so kann die Wärme besser an den Kühler abgegeben werden.
Ergänzung: Wie Biwin im Nachgang der Testveröffentlichung mitgeteilt hat, gibt es die Aufkleberwahl nur in China. Die Rest-of-the-World-Version kommt mit dem ab Werk vormontierten blauen Pad.
Eine weiteres „Gimmick“ ist der beiliegende Mini-Schraubendreher für die winzige Schraube zur Befestigung der M.2-SSD, die gerne einmal verloren geht.
Über den SM2504XT-Controller, der über drei im modernen 6-nm-Prozess gefertigte R8-Kerne verfügt, hat die Redaktion schon ausführlich zur Vorstellung im Rahmen der Computex 2025 berichtet. Er erreicht nicht ganz die Leistung des größeren SM2508 und besitzt auch nur vier statt acht Speicherkanäle sowie keinen eigenen DRAM-Cache. In vielen Punkten ähnelt er so dem Phison E31T, mit dem er sich im Test messen muss.
Bei NVMe-SSDs sind 5 Jahre Garantie üblich und das gilt auch für die Biwin M560. Die Garantie erlischt vorzeitig, wenn vor Ablauf ein bestimmtes Schreibvolumen überschritten wird, die Total Bytes Written (TBW). Diese liegen mit 750 TB für das 1-TB-Modell und 1.500 TB für das 2-TB-Modell über den Standardwerten von 600/1.200 TB für TLC-SSDs.