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Riot, Activision und Mojang in der Kritik: Europäische Kommission hebt den Zeigefinger
Die EU-Kommission rügt neun Gaming-Riesen wegen transparenzloser Digitalwährungen und unfairen Item-Preisen.
Die Europäische Kommission kritisiert neun Games-Firmen. Der Grund? Die Rechte der Spieler sollen besser geschützt werden. Thematisch geht es hierbei um digitale Währungen und die Preisgestaltung von Items, die ihr im Spiel erwerben könnt. Zu diesen Unternehmen gehören Activision Blizzard UK, Mojang AB, Riot Games Limited, Supercell Oy und Ubisoft EMEA SAS.
Erst am 29. September 2026 wurden Maßnahmen eingeleitet, die an die Richtlinien des Verbraucherschutzes anknüpfen. Der Verbraucherschutz veröffentlichte im März 2025 Richtlinien für Transparenz und Fairness bei In-Game-Währungen und -Käufen. Hierzu sprach das CPC-Netzwerk mit einigen Spielestudios und Publishern.
Trotz dieser Gespräche und der neuen Richtlinien, stellte das Netzwerk fest, dass nicht wenige dieser Firmen wirklich nennenswerte Veränderungen in ihren Games vorgenommen hatten.
Daher kommt jetzt die öffentliche Kritik. Der Verbraucherschutz sowie die Europäische Kommission nennen die Unternehmen beim Namen und fordern sie im selben Atemzug auf, nachzuholen, was sie hinsichtlich der Richtlinien versäumt haben.
Was wurde gefordert? Insgesamt gibt es sieben Kernprinzipien. Diese lauten: klare und transparente Preisgestaltung, keine Verschleierung von Kosten, kein Zwang zum Kauf unerwünschter Währungspakete, klare Informationen vor dem Kauf, Wahrung des Widerrufsrechts, Verwendung fairer und verständlicher Geschäftsbedingungen sowie Schutz schutzbedürftiger Verbraucher.
In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: "Einige Videospiele fordern Kinder direkt zu Käufen auf, obwohl dies nach dem EU-Verbraucherschutzrecht ausdrücklich untersagt ist. Verbraucher in ganz Europa sollten Videospiele spielen und mit ihnen interagieren können, ohne durch Tricks dazu verleitet zu werden, mehr Geld oder Zeit für Videospiele aufzuwenden, als sie eigentlich wollen."
Die Europäische Kommission möchte, dass Spiele die Preise künftig in der realen Währung angeben und keine komplizierten Währungsumrechnungen nutzen, um die echten Kosten nicht dahinter zu verstecken. Es soll ja alles möglichst transparent sein. Zudem soll ein Rücktritt vom Vertrag innerhalb einer festgelegten Zeitspanne ermöglicht werden.
Videospiele bringen eben durch ihre Reichweite auch Verantwortung mit sich.
In der ersten Fassung des Artikels nannten wir Epic. Da das Unternehmen nicht im Dokument genannt wird, haben wir die Nennung rückgängig gemacht.