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ESA beendet die Mission des Satelliten Sentinel-1A nach zwölf Jahren
Sentinel-1A war der erste Satellit der europäischen Konstellation Copernicus. Er beobachtete zwölf Jahre die Erde aus dem All – deutlich länger als geplant.
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Die Europäische Weltraumorganisation (European Space Agency, ESA) hat die Mission des Satelliten Sentinel-1A beendet, er war der erste Satellit der europäischen Copernicus-Konstellation und lange über die geplante Dauer im Einsatz.
Sentinel-1A flog am 3. April 2014 ins All und kreiste auf einer polnahen Bahn in einer Höhe von 700 Kilometern über der Erde. Seine Mission war auf sieben Jahre angelegt, am Ende wurden laut ESA zwölf daraus. Der operative Einsatz von Sentinel-1A endete am 29. Juni 2026, wie das Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt bestätigte. In den kommenden Monaten wird das Absenken der Umlaufbahn eingeleitet, sodass der Satellit in einigen Jahren beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen wird.
(Bild: Copernicus Sentinel data, processed by ESA (CC BY-SA 3.0 IGO))
Sentinel-1A war mit einem C-Band-SAR (Synthetic Aperture Radar) ausgestattet, mit dem er Tag und Nacht sowie bei jedem Wetter hochauflösende Radarbilder von der Erde aufnahm: Er überwachte beispielsweise das arktische Meereis und Gletscherbewegungen, er erfasste Ölverschmutzungen oder kartierte Überschwemmungen und unterstützte Katastropheneinsätze.
Besonders wichtig wurde Sentinel-1A, als 2021 ein Problem auf dem Schwestersatelliten Sentinel-1B auftrat: Weil die Stromversorgung für das Radar ausfiel, konnte der Satellit keine Daten mehr sammeln und wurde im September 2022 abgeschaltet. Vor allem durch Sentinel-1A lief die Erdbeobachtung der ESA weiter.
Inzwischen sind neue Sentinel-1 Satelliten im Orbit: Sentinel-1C flog Ende 2024 ins All und ersetzt den ausgefallenen Sentinel-1B. Der Ersatz für Sentinel-1A ist Sentinel-1D, der im November 2025 gestartet wurde.
„Sentinel-1A war weit mehr als nur ein Satellit – er läutete die Copernicus-Ära ein. Über ein Jahrzehnt lang lieferte er täglich wichtige Daten, die uns halfen, unseren Planeten besser zu verstehen und auf einige der dringendsten Herausforderungen unserer Gesellschaft zu reagieren“, sagte Simonetta Cheli, die Leiterin des Erdbeobachtungsprogramms der ESA.
Die Sentinel-Satelliten gehören zum europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, das neben eigenen Satelliten auch Instrumente umfasst, die als Nutzlast auf anderen Satelliten mitfliegen. Die Satelliten sind mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, die die unterschiedlichsten Parameter auf der Erde erfassen.