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205 Millionen Euro für digitale Schule: Was bleibt von lernen:digital?
Der Kompetenzverbund lernen:digital endete am 30. Juni. Zwar sind 500 Produkte entstanden, doch der Transfer in die Schulpraxis bleibt die größte Baustelle.
Ab August 2026 sollen fünf Sammelbände Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Arbeit der Kompetenzzentren sowie der Transferstelle zusammenfassen.
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Nach dreieinhalb Jahren ist nun erst einmal Schluss. Der mit rund 205 Millionen Euro aus Bundesmitteln und NextGenerationEU geförderte Kompetenzverbund lernen:digital endete am 30. Juni 2026. Laut offizieller Bilanz sind in dieser Zeit über 500 Produkte für Schule und Lehrkräftebildung entstanden. Die Projektleitung wiederholt zum Abschluss allerdings, was schon im Verlauf des Projekts moniert wurde: Der Weg von der Forschung in den Klassenraum bleibt schwierig – selbst wenn zu diesem Zweck schon von Anfang an eine Transferstelle zum Projekt gehörte. Zudem konnte auch der Kompetenzverbund die gewollten Gräben des Föderalismus nicht schließen. Durch die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) soll zumindest der Grundstein für eine adaptierte Weiterführung von lernen:digital gelegt worden sein.
Wie der Kompetenzverbund in seiner Abschlussbilanz mitteilt, arbeiteten rund 200 länderübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte in 24 Projektverbünden an Themen aus vier Kompetenzzentren: MINT, Sprachen/Gesellschaft/Wirtschaft, Musik/Kunst/Sport und der Schulentwicklung. Eine Transferstelle mit rund 100 Mitarbeitenden sollte die Ergebnisse bundesweit von der Wissenschaft in die Praxis bringen. Dass dies schon eine große Herausforderung für sich selbst ist, betonte unter anderem Andreas Lachner, Bereichsleitung im Handlungsfeld Forschung von lernen:digital und Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen: „Forschung ist oft nicht direkt anwendbar. Daher stellt sich die Frage, wie sich Forschungsergebnisse so in Material gießen lassen, dass die Praxis damit wirklich arbeiten kann.“ Katharina Scheiter, wissenschaftliche Geschäftsführerin der Transferstelle, bezeichnete den Transfer bereits als „Daueraufgabe“. Die eigentlich gewünschte Praxisnähe wurde Aussagen während einer zweitägigen Abschlussveranstaltung des Projekts im März dieses Jahres zufolge nicht wirklich erreicht. Für eine Weiterführung des Projekts werden deshalb die „Wirksamkeit in der Fläche, Implementierung in der Praxis, Agilität“ und „die Verstetigung des Dialogs“ angemahnt.
Dass darüber hinaus ein Großteil der Projektlaufzeit für die Abstimmung zwischen Bund und 16 Ländern draufging, gilt als einer der zentralen „Konstruktionsfehler“ des Vorhabens. Bildung ist Ländersache, Forschungsförderung Bundessache – an dieser Schnittstelle entstanden nicht nur laut Scheiter die größten Reibungsverluste. Des Weiteren führte der Finanzierungsdruck zu Fehlplanungen. Der Bremer Staatsrat Torsten Klieme kritisiert im März, dass „zu viel Geld mit zu wenig praktischem Effekt“ ausgegeben wurde. Der Bund hielt dagegen, man habe wegen des anstehenden Mittelabrufs das „Momentum Geld“ nicht verstreichen lassen wollen.
Für die Verbreitung der Ergebnisse setzt lernen:digital nun auf die länderübergreifende Plattform ComPleTT sowie die SODIX-Infrastruktur und das Bildungsmedienportal MUNDO. Abrufbar sind für Interessierte mehr als 500 Produkte für die digitale Transformation von Schule und Lehrkräftebildung, darunter auch über 250 Qualifizierungskonzepte. Die entwickelten Inhalte wurden als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht. Der Verbund hinterlässt zudem eine Publikationsreihe beim Waxmann Verlag mit fünf angekündigten Sammelbänden zur digitalen Transformation von Schule und Fortbildung. Sie sollen im August 2026 erscheinen.
Die Fortführung von lernen:digital soll über den Digitalpakt 2.0 laufen. In dessen Hand