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Weniger Prompt, mehr Platz für Code: Pi 1.0.0 ist da
Pi ist ein erweiterbarer KI-Coding-Agent fürs Terminal. Version 1.0.0 strafft den Codemode, ergänzt Bildgenerierung und startet im Vollbild.
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Pi ist in Version 1.0.0 erschienen. Das Update verkleinert die Prompt-Beschreibung des Codemode, ermöglicht die Bildgenerierung aus dessen Skripten und ändert die Darstellung im Terminal. Weitere Anpassungen betreffen die Anmeldung an MCP-Servern und weitere Fehlerkorrekturen.
Bei Pi handelt es sich um ein erweiterbares Open-Source-Toolkit für KI-Agenten mit einem Coding-Agenten für das Terminal. Es richtet sich primär an Entwickler, die Modelle und Werkzeuge in eigene Arbeitsabläufe einbinden wollen.
Im Codemode lässt Pi das Modell JavaScript schreiben, das Werkzeuge aufruft. Für Version 1.0.0 haben die Entwickler die Beschreibungen dieser Werkzeuge und die zugehörigen Anweisungen gekürzt. Laut den Release Notes zu Pi 1.0.0 sinkt bei einer Anfrage an GPT-5.6 mit den Standardwerkzeugen und aktiviertem Codemode der Prompt-Umfang von rund 5.300 auf 3.300 Token. Das ist ein Beispiel für die Größe des mitgesendeten Kontexts, keine Angabe zur Antwortqualität. Fehlermeldungen sollen dem Modell zudem konkreter zeigen, wie es fehlerhafte Skripte korrigieren kann.
Neu ist auch models.generateImages() für Codemode-Skripte. Die Funktion nutzt die Zugangsdaten der laufenden Sitzung und gibt Bilddaten zurück, die ein Skript mit image() an sein Ergebnis anhängen kann. Die Nutzung zählt zu den Sitzungskosten. Erweiterungen können Bildmodelle über ctx.modelRegistry.generateImages() ansprechen.
Die Terminaloberfläche startet nun standardmäßig im Vollbildmodus. Wer den gewöhnlichen Scrollback seines Terminals behalten möchte, kann mit tuiMode: "regular" oder --tui-mode regular zum bisherigen Verhalten zurückkehren. Mit quietStartup: "header" lässt sich außerdem die Startausgabe auf die Kopfzeile mit Version und wichtigen Tastenkürzeln begrenzen.
Bei der Anmeldung bietet /login jetzt Radius, einen Dienst der Pi-Entwickler Earendil Works, direkt an und kann anschließend dessen Server für das Model Context Protocol (MCP) konfigurieren. Für Anthropic gibt es eine Methode, bei der sich ein Anmeldecode kopieren lässt – etwa wenn Pi auf einem Rechner ohne eigenen Browser läuft. Bei MCP-OAuth speichert Pi Zugangsdaten nun getrennt nach Servername und URL. Fordert ein MCP-Server zusätzliche Berechtigungen an, behält Pi bei der erneuten Anmeldung bereits gewährte Berechtigungen bei. Zuvor konnte deren Verlust wiederholte Anmeldeaufforderungen auslösen. Außerdem prüft es den iss-Parameter einer Autorisierungsantwort und weist Antworten zurück, die einen anderen Autorisierungsserver nennen. Ein neuer Konfigurationswert erlaubt es, die URL des OAuth-Metadatendokuments vorzugeben, falls ein MCP-Server dafür falsche oder keine Angaben liefert.
Zu den weiteren Korrekturen gehört ein Fehler bei --provider ohne --model: Statt unbemerkt das Standardmodell eines anderen Anbieters zu verwenden, meldet Pi nun einen Fehler. Nach dem Wiederaufnehmen einer Sitzung oder einem /reload bleiben außerdem per Tool-Suche geladene MCP-Werkzeuge erhalten, sofern ihr Server rechtzeitig wieder verbunden ist. Der Speicherbedarf für eine lange, im Gesprächsverlauf dargestellte Assistentenantwort soll auf etwa ein Fünftel des bisherigen Werts sinken.
Die unmittelbar vorangegangenen Releases legten die Grundlage für einige Änderungen in 1.0.0. Pi 0.99.0 brachte Codemode, Werkzeugsuche und MCP-Unterstützung als integrierte Erweiterungen. Hinzu kamen unter anderem die Anmeldung über ein ChatGPT-Abonnement, ein an die Terminalfarben angepasstes Standard-Theme sowie Schnittstellen für Bild- und Klassifikationsmodelle.