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ARD/ZDF-Medienstudie 2026: KI-Boom bei Jüngeren und stabile Streaming-Zahlen
von Carsten Knobloch
3. Okt. 2026 |
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Die ARD und das ZDF haben die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Medienstudie 2026 vorgelegt. Für die Erhebung hat das Institut GIM zwischen Ende Januar und Mitte April 2026 insgesamt 2.462 Personen ab 14 Jahren befragt. Der Blick auf die Zahlen zeigt: Künstliche Intelligenz ist im Alltag vieler Menschen angekommen, wird aber weiterhin kritisch beäugt. Gleichzeitig geht der Plattformmarkt beim Streaming in eine Phase der Stabilisierung über.
Mittlerweile nutzen 59 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich KI-Tools. Die Schere zwischen den Generationen fällt allerdings enorm aus: Während bei den 14- bis 29-Jährigen ganze 92 Prozent entsprechende Werkzeuge verwenden, sind es bei den Menschen ab 70 Jahren lediglich 15 Prozent. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) begegnet den KI-Ergebnissen mit Skepsis und sieht darin vor allem ein Hilfsmittel, dessen Output im Zweifel gegengeprüft werden muss. Passend dazu stufen 81 Prozent Quellenangaben als wichtig ein, doch nur 43 Prozent der KI-Nutzer halten diese Angaben aktuell für transparent.
Beim Video-Streaming weicht das frühere Dauerwachstum einer spürbaren Konsolidierung. YouTube bleibt mit einer Reichweite von 71 Prozent bei den Personen ab 14 Jahren unangefochtener Spitzenreiter. Dahinter platzieren sich die Angebote der Öffentlich-Rechtlichen: Die ARD erreicht 56 Prozent, das ZDF kommt auf 51 Prozent der Bevölkerung. Netflix und Amazon Prime Video verbuchen fast identische Gesamtreichweiten.
Im Audio-Bereich verteidigt Spotify mit 44 Prozent Reichweite die Spitzenposition. YouTube Music wurde in diesem Jahr erstmals in der Studie berücksichtigt und sichert sich direkt 30 Prozent. Die Plattform ARD Sounds (ehemals ARD Audiothek) bleibt mit ihrem Mix aus Radio, Podcasts und Hörspielen stabil bei 15 Prozent. Ich bin tatsächlich Fan des Konzeptes „öffentlich-rechtlich“, wenn wirklich alles so glattgehen würde, wie vorgesehen. Jedenfalls stelle ich mir die Frage: Wie würde es wohl aussehen, hätten wir den ÖR nicht? Würde einer für die Inhalte der Mediatheken und die Podcasts zahlen?
Wer tiefer in die Datensätze einsteigen möchte, kann die Ergebnisse wie immer über das kostenlose Web-Tool MedienSwift einsehen und direkt mit den Vorjahresdaten aus 2025 vergleichen.
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