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Für GTA 6 machte Rockstar einen Roadtrip durch Florida - mit Polizisten und Gangstern
Für maximale Authentizität recherchierten die Entwickler direkt vor Ort und tauchten in Miamis schattige und sonnige Seiten ein.
Recherche kann manchmal ziemlich cool sein. Das Team von Rockstar hat sich für GTA 6 etwas ganz Besonderes ausgedacht. Das Game spielt in Florida - also einer fiktiven Version der Stadt. Um das Gefühl für den Schauplatz und die Kultur zu bekommen, verbrachten die Entwickler viel Zeit damit, die umliegenden Regionen zu erkunden. Eine der spannendsten Rechercheformen, die ich mir so vorstellen kann.
Das Love Magazine führte hierzu ein Interview mit Rockstar Games, das IGN vorliegt und im Netz gerade die Runde macht. Im Gespräch ging es zwar viel um die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten, aber an einer Stelle schwiffen die Entwickler ab und sprachen über die aktive Recherche in Florida. Wobei auch die Liebesgeschichte nicht uninteressant ist, besonders da es hier einige Fantheorien gibt und die Alterseinstufung inzwischen auch auf heiße Szenen hoffen lässt.
Klar, zuerst hat das Team die interessanten Orte ausgekundschaftet. Vielleicht, wie es Touristen machen würden? Irgendwo muss man ja auch anfangen. Bei späteren Reisen wurden die Erfahrungen dann immer intensiver und tiefer.
Florida dient GTA 6 als Vorbild für den fiktiven Bundesstaat Leonida, in dem auch Vice City liegt. Der Schauplatz war bereits 2002 Schauplatz von GTA: Vice City, das stark von der 80er-Jahre-Kultur und Popkultur-Klassikern wie Miami Vice geprägt war.
"Jedes Spiel, das wir entwickeln, beginnt mit Recherchereisen. Dabei haben wir als Gruppe die Gelegenheit, sowohl den jeweiligen Ort als auch unsere eigenen Ideen zu erkunden", so Entwicklungsleiter Aaron Garbut.
"Zu Beginn reiste eine kleine Gruppe von uns von Miami aus durch einige der umliegenden Städte und über die Florida Keys bis hinunter nach Key West. Das ist einer der schönsten Aspekte des gesamten Projekts: ein Auto voller Freunde, tagelange Fahrten, Gespräche darüber, was wir erschaffen wollen, und das völlige Eintauchen in die Schauplätze und unsere Ideen." Klingt irgendwie ein bisschen nach Klassenfahrt.
"Wir tauchen tief in die Materie ein, verbringen Zeit mit Einheimischen, hören uns unzählige Geschichten an und lernen so viel wie möglich dazu. Wir sind sowohl mit Polizisten als auch mit Gangmitgliedern unterwegs. Alle sind sehr herzlich. Manche wirken aber auch ziemlich beängstigend. Wir erleben auch die Schattenseiten", führte er weiter aus. Das Team wolle ja eine glaubwürdige und vielfältige Welt erschaffen und da gehören eben Reichtum, Armut, Kriminalität, Wahnsinn und eben die Darstellung aller Lebensrealitäten mit dazu.