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Diablo 2: Es gibt eine VR-Mod und die Welt aus den Augen eures Charakters zu sehen, hat was
Modder Sergious verpasst dem Hack-and-Slay-Klassiker Diablo 2 eine Ego-Ansicht. Gameplay zeigt das düstere Treiben hautnah.
Von allen Spielen, die ich mir in Virtual Reality vorstellen konnte, standen die Diablo-Titel aus irgendeinem Grund nie auf der Liste. Doch ein fleißiger Modder ändert das jetzt. Er portiert kurzerhand den wohl beliebtesten Teil der Reihe: Diablo 2.
Auf Reddit ist erstes Gameplay der Diablo 2 VR-Mod aufgetaucht. Das Video zeigt das Spiel aus der First-Person-Perspektive. Eine Zauberin erkundet darin das düstere Startgebiet und schleudert Feuerbälle auf heranschlurfende Zombies und andere Feinde. Das Ganze scheint erstaunlich gut zu funktionieren. Auf dem linken Unterarm der Figur seht ihr die Health- und Mana-Pools sowie die Aktionsleiste. Das Inventar hängt am Gürtel und die Karte trägt sie direkt in der Hand.
Hinter der VR-Mod für Diablo 2 steckt Sergious – auf Reddit unter dem Usernamen Fantastic-Author2736 unterwegs. Die entsprechenden Mod-Dateien findet ihr auf Github, falls ihr das Projekt selbst ausprobieren wollt. Sergious hat die Mod mit den Tools FlatVR und BodyWalk entwickelt. Letzteres braucht ihr aber offenbar nicht zwingend, um die Mod zu spielen.
Die Welt von Diablo durch die Augen des eigenen Charakters zu sehen, sorgt für eine extrem dichte Atmosphäre. Normalerweise blickt man wie ein Gott aus der Iso-Perspektive weit von oben auf das Geschehen herab. Nicht zum ersten Mal frage ich mich deshalb, wie sich Diablo wohl spielen würde, wenn die Kamera viel näher an der Action klebt – etwa aus der Over-the-Shoulder- oder eben direkt aus der Ego-Perspektive. Ich hatte fast erwartet, dass das kürzlich auf der BlizzCon angekündigte Diablo 5 genau diesen Weg einschlägt. Danach sieht es aktuell aber nicht aus.
Währenddessen hat Valve in der VR-Welt das lang erwartete neue Steam Frame-Headset veröffentlicht. Wir haben es hier auf Eurogamer bereits getestet und waren richtig begeistert. Der Haken ist wie so oft der Preis: Die Basisversion schlägt mit 889 Pfund zu Buche. Wer sich das gute Stück jedoch leisten kann, bekommt eine beeindruckende, komfortable und vor allem kabellose VR-Erfahrung. Über einen Hybrid-Modus könnt ihr dort sogar herkömmliche Nicht-VR-Spiele zocken. Vielleicht spielt ihr ja einfach die anderen Diablo-Teile auf diese Weise, während Sergious die Diablo 2 VR-Mod fertigstellt. Hau rein!