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Kommentar zum Aus für Spiele-Discs: Sony, spinnt ihr?
Dass Sony ab 2028 keine Spiele mehr auf Blu-rays vertreiben will, ist ein untragbarer Verlust für die Spielekultur meint Nico Ernst. Es gäbe Alternativen.
Mit oder ohne Laufwerk – noch hat man bei der PS5 die Wahl, und das sollte auch so bleiben.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Es ist erst 13 Jahre her, dass sich Sony mit einem frechen Video ganz klar für Spiele auf physischen Datenträgern aussprach: Das Weitergeben eines Spiels, so der kurze Spot, erfolgt einfach, indem man die Disc einem Freund aushändigt. Das ist simpel, so lief das immer schon bei Spielen. Auf jedem Flohmarkt kann man auch heute noch Module, Discs, und bisweilen sogar Tapes und Disketten mit klassischen Spielen finden. Vieles davon funktioniert sogar.
Nico Ernst schreibt seit über 20 Jahren über IT-Themen und gelegentlich auch über Musik. Hardware, Wirtschaft und Netzpolitik sind seine bevorzugten Themen. Da er mit ZX81, C64 und Atari VCS aufwuchs kann er sich auch einem gelegentlichen Spiel noch immer nicht entziehen.
Natürlich hat der digitale Vertrieb, angestoßen primär durch Steam, die Notwendigkeit von Datenträgern reduziert. Aber, und das ist ein ziemlich großes Aber: Spiele auf Datenträgern sind nicht nur für Sammler attraktiv. Die bunten Verpackungen, edle Steelbooks, umfangreiche Beigaben in Collectors Editions sind genauso Teil der Spielkultur wie das Geschehen auf dem Bildschirm. Und dass auch ein digitales Spiel etwas zum Anfassen ist, von dem man ganz ohne Strom beim Blick ins Regal etwas hat, bleibt ein Wert an sich.
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Schon heute dient aber die Disc oft nur noch als stoffliches Dongle, als eine von mehreren Lizenzen für das Spiel – denn man muss sich häufig zusätzlich noch mit einem oder mehreren Accounts anmelden. Scheibe rein und losspielen, das ist immer seltener der Fall. Schon als das von den Spielern akzeptiert wurde, lief etwas schief.
Es gibt keinen Grund, den Wegfall einer Option für den Kauf von Spielen zu feiern, wie das in den Kommentarspalten zum Teil geschieht. Wie kann es denn etwas Gutes sein, wenn die Industrie die Möglichkeiten zum Konsum reduziert? Beim überschaubaren Materialaufwand an Kunststoff für Disc und Verpackung könnte man da vielleicht noch ansetzen. Doch auch das ist kein stichhaltiges Argument, denn: Die Möglichkeit zum rein digitalen Kauf gibt es ja. Wer sich für ein Spiel auf Scheibe entscheidet, macht das bewusst. Und will das auch behalten.