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Corsair Warthog im Test: Massives Gehäuse mit Retro-Charme und vielen Features
Das Corsair Warthog ist mit seiner auffälligen Optik eine erfrischende Abwechslung im Gehäusesegment, die es beinahe wie aus einem anderen Jahrzehnt wirken lässt. Viele äußerst nützliche Features werden in unserem Test jedoch von vereinzelten Makeln torpediert.
Das Corsair Warthog wurde im Rahmen der Computex 2026 vorgestellt und tritt inoffiziell das Erbe des aus dem Jahr 2012 stammenden Corsair Vengeance C70 an, das ebenfalls militärisch angehaucht und einer Munitionskiste nachempfunden war.
Der jetzt gewählte Name „Warthog“ (zu deutsch Warzenschwein) kann zwei verschiedene Ursprünge haben: Sowohl das aus dem Halo-Universum stammende Fahrzeug Warthog, als auch das Kampfflugzeug A-10 Thunderbolt II, das diesen Kosenamen trägt, können Pate gestanden haben.
Das Corsair Warthog ist in den Farben Schwarz und Olivgrün, was den militärischen Stil unterstreicht, erhältlich. Neben den zwei Farben können Käufer zudem aus zwei Gehäusevarianten wählen. Während das reguläre Warthog ab Werk ohne jedwede Lüfter ausgeliefert wird, kommt das Warthog RS mit zwei 200-mm-Lüftern in der Front und einem 120-mm-Lüfter am Heck daher. Das neue Gehäuse soll zu Ende Oktober den Handel erreichen.
Das Corsair Warthog fällt unweigerlich auf. In der dem Test vorliegenden Farbe Schwarz ist es nicht unmittelbar einem militärischen Stil zuzuordnen, aber auch so kein Gehäuse, an dem Blicke mit Leichtigkeit vorbei streifen. Ganz im Gegenteil. Allen voran sind als optische Ankerpunkte die Tragegriffe, die zahlreichen angeschraubten Bleche und das I/O-Panel zu nennen.
Corsair gelingt es damit äußerst gut aus der ansonsten sehr sterilen Gehäuseblase hervorzustechen und bricht zugleich mit vielen aktuellen Gegebenheiten. Viel Stahl, verhältnismäßig wenig Glas und keine ablenkende LED-Beleuchtung lassen das Gehäuse beinahe wie aus einem anderen Jahrzehnt wirken. Ob genau dies gesucht wird und gefällt, bleibt jedem selbst überlassen.
An der Front des Corsair Warthog sitzt eine Tür, die magnetisch gehalten wird. Neben dem sehr grobmaschigen Gitter im typischen Y-Muster ist mittig zudem ein Schriftzug eingestanzt. Die Tür ist sehr stabil, was auch auf die Scharniere zutrifft. Ein Manko ist jedoch, dass der Türanschlag fest ist und sich die Öffnungsrichtung nicht ändern lässt. Hinter der Tür sitzen ein Staubfilter sowie die zwei in der RS-Variante mitgelieferten 200-mm-Lüfter.
Auch das an der unteren Frontpartie angebrachte I/O-Panel stich hervor. Unweigerlich fällt eine rote Lasche auf, die an ein Not-Aus-System oder einen Mechanismus zum Scharfschalten von Waffen oder Munition erinnert. Beim Warthog handelt es sich jedoch nur um einen Gummischutz des USB-C-Ports – also kein Gefahr!
Damit wiederum die Knöpfe des Panels nicht versehentlich betätigt werden, sind jeweils kleine Metallbrücken daneben montiert. Um den Reset-Knopf zu betätigen, muss zudem erst eine Klappe nach oben geklappt werden. Auch das ist eine Hommage an militärische Waffensysteme respektive deren Sicherung. Doch Vorsicht: Im Zuge der Fotoaufnahmen zum Test wurde diese Klappe zu weit nach oben geklappt und brach ab.
Die linke Gehäuseseite ist leicht ausgestellt. Das Seitenglas ist von hinten angebracht und wird dreigeteilt. Außerdem sind ein dezentes Logo und zwei Schriftzüge angebracht. Spannender wird es am Heck. Neben einer drehbaren Steckplatzblende verbirgt sich ein besonderes Feature oberhalb des I/O-Shields. In einer kleinen Kappe eingelassen sitzt dort eine kleine weiße LED, die die I/O-Anschlüsse beleuchten kann. Die Steuerung des Lichts erfolgt über den Light-Schalter am vorderen I/O-Panel. Ein wirklich nützliches Feature.