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Spacewar! - Eines der ersten Videospiele überhaupt war eine Weltraum-Kampfsimulation von 1962, für die man einen PC im Wert von 120.000 Dollar brauchte
Zwischen diesen beiden Spielen liegen fast 60 Jahre: Star Wars Squadrons von 2020 und Spacewar! von 1962 auf dem Bildschirm eines historischen PDP-1. Bild: Joi Ito, frei nach Lizenz CC BY 2.0.
Anfang der 60er Jahre steckte die Computertechnik noch in den Kinderschuhen. Der erste Raumflug von Juri Gagarin (1961) und auch die erste bemannte Mondlandung (1969) wurden mit Computern realisiert, die weniger Rechenpower hatten als jeder moderne Taschenrechner. Während heute fast jeder Haushalt über einen eigenen PC verfügt, waren solche Heimrechner damals noch Zukunftsmusik.
Die riesigen, tonnenschweren Rechner dieser Ära waren fast ausschließlich für Forscher und das Militär gedacht. Dass jemand darauf ein Spiel zu Unterhaltungszwecken entwickelte, war damals ein gänzlich neues Phänomen. Das erste Spiel dieser Art war Tennis for Two aus dem Jahr 1958.
Mit Spacewar! von 1962 machten die Videospiele dann einen weiteren wichtigen Fortschritt. Denn mit der Weltraum-Kampfsimulation schufen Software-Entwickler der amerikanischen Eliteuni MIT erstmals ein Spiel, das auch außerhalb einer einzelnen Forschungseinrichtung verfügbar war und weiterverteilt wurde. Allerdings war zum Spielen von Spacewar! ein Rechner nötig, dessen Preis nach heutigen Maßstäben astronomisch ist.
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Der PDP-1 (Programmed Data Processor-1) der amerikanischen Firma Digital Equipment Corporation war einer der ersten Minicomputer, der Anfang der 60er am Massachusetts Institute of Technology (MIT) installiert wurde. Nach heutigen Maßstäben war er zwar alles andere als mini; der Computerschrank brachte stolze 730 kg auf die Waage. Gegenüber den vorherigen Großrechnern stellte er jedoch eine enorme Verbesserung dar.
Angesichts der damals beachtlichen Leistung – 9,2 KB Arbeitsspeicher und CPU-Takt von 187 kHz – und beweglicher Grafik dank Oszilloskop-Anzeige kamen Studenten und Wissenschaftler schnell ins Staunen, was man mit diesem mächtigen neuen Spielzeug so alles anstellen könnte. Einer von ihnen, Steve Russell, nahm sich zuvor gelesene Science-Fiction-Romane zum Vorbild und begann Ende 1961 mit der Programmierung.
Ausflüchte, dass ihm wichtige Code-Zeilen für die Flugbahnen fehlten, ließen seine Kollegen nicht gelten und besorgten kurzerhand die nötigen Routinen. In rund 200 Arbeitsstunden stampfte Russell das Grundgerüst aus dem Boden, während andere Studenten das Spiel in echter Open-Source-Manier erweiterten.
So programmierte Peter Samson etwa einen realistischen Sternenhimmel, während Dan Edwards die physikalisch korrekte Gravitation einbaute. Einen Einblick in das Gameplay von Spacewar! und die damalige Grafik gibt euch das folgende Video:
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