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Samsung verneunzehnfacht den Betriebsgewinn, Aktien sacken trotzdem ab
Samsung kündigt zum dritten Mal in Folge einen Rekordgewinn an, nach drei Monaten bleibt doppelt so viel Geld wie 2025 insgesamt. Der Börse reichte das nicht.
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Samsung geht davon aus, dass der Betriebsgewinn im zweiten Quartal auf 89,4 Billionen Won (rund 51 Milliarden Euro) regelrecht explodiert, der Umsatz soll sich auf 171 Billionen Won (98 Milliarden Euro) mehr als verdoppeln. Das hat der südkoreanische Konzern am Dienstag mitgeteilt, trotzdem ging es für die Aktien danach um fast 10 Prozent nach unten. Zwar entsprechen die Zahlen einer Gewinnsteigerung um über 1800 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber an den Aktienmärkten seien die Rekordzahlen weitgehend erwartet worden, erklärt Bloomberg. Obwohl die Erwartungen damit um über 6 Prozent übertroffen wurden, folgte der kleine Kurssturz demnach, weil die Zahlen nicht noch höher lagen.
Bei den jetzt publik gemachten Zahlen handelt es sich um eine Schätzung, genauere Zahlen folgen üblicherweise zu einem späteren Zeitpunkt. Klar ist damit aber bereits, dass Samsung im dritten Quartal in Folge die jeweils besten Geschäfte der Konzerngeschichte verbuchen wird. Im gesamten Jahr 2025 hat der Elektronikkonzern weniger als die Hälfte des Gewinns eingefahren, der jetzt für drei Monate erwartet wird. Laut Bloomberg herrscht an den Finanzmärkten aber Unsicherheit darüber, was die Zahlen für die weitere Entwicklung der KI-Branche bedeuten. Zuletzt wurden die unterschiedlichsten Ereignisse teils als Hinweis darauf gewertet, dass sich die Rallye dem Ende neigt.
Samsungs immense Gewinne beruhen hauptsächlich auf der Rolle des Konzerns beim Ausbau der KI-Infrastruktur. Samsung Electronics ist einer der weltweit führenden Produzenten von Halbleitern, insbesondere bei Speicherchips profitiert der Konzern stark vom Boom. Das hat in Südkorea zuletzt sogar zu einer intensiven Debatte über die Verteilung der Rekordeinnahmen geführt. Ein tagelanger Streik konnte in letzter Minute durch einen Kompromiss verhindert werden, der Prämien von mehreren Hunderttausend Euro für Angestellte der hochprofitablen Halbleitersparte vorsieht. Während Südkoreas Tech-Konzerne und deren Belegschaft von der KI-Nachfrage profitieren und hohe Löhne sowie Prämien zahlen, geht es vielen anderen Branchen des Landes durchwachsen, berichtet die dpa.
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