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WordCraft und Co: Entwickler baut Open-Source-Klon von Microsoft Office
von Carsten Knobloch
12. Okt. 2026 |
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Entwickler Brandon Thomas, der mit dem Paket ArtCraft bereits kostenlose Nachbauten bekannter Adobe-Programme (hier hatte ich jüngst erst über PhotoCraft berichtet) ins Leben gerufen hat, knöpft sich nun Microsoft Office vor. Unter den Namen GridCraft, DeckCraft und WordCraft stehen frische Open-Source-Alternativen zu Excel, PowerPoint und Word bereit, die frei über GitHub heruntergeladen werden können. Entstanden sind die Anwendungen, nicht überraschend, unter Zuhilfenahme des KI-Modells Claude. Der Spaß läuft unter macOS, Windows und Linux - und es gibt gar portable Versionen.
Thomas, der im Netz auch unter dem Pseudonym ai_art_is_art bekannt ist, reagierte zuletzt auf Kritik rund um sogenanntes Vibe Coding. Er betonte unter anderem auf X, dass er das klassische Handwerk beherrscht und KI-Modelle lediglich als Werkzeug einsetzt, um die Entwicklung zu beschleunigen.
Ein wichtiges Argument für das Projekt ist wohl die Unterstützung verschiedener Betriebssysteme. Während native Office- und Kreativanwendungen oft Linux vernachlässigen, laufen die Werkzeuge aus der ArtCraft-Reihe auf macOS, Windows und Linux mit identischer Bedienung. Übrigens: Alles soll auch irgendwie im Browser laufen, doch da wird man dann auch zur Kasse gebeten, dafür bekommt man dan KI-Credits.
Ich schrieb es bereits: In der Praxis sind die Programme derzeit natürlich noch ein gutes Stück davon entfernt, die komplexen Funktionsumfänge von Microsoft Office oder Adobe vollständig abzubilden. Als quelloffenes Experiment und Statement gegen den Abo-Trend ist das Ganze dennoch ein interessanter Take. Klaro, man hätte auch sagen können, dass man vielleicht existierende Open Source hätte unterstützen können. Da gibt es ja von allem irgendwie alles. Dennoch kann man vielleicht auch verstehen, dass man das eben nicht will, wenn man einige Projekt-Maintainer im Netz kennengelernt hat.
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