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Rücktritt von Bärbel Bas: Neue Hoffnung für Koalition?
Ist der Rücktritt von Bärbel Bas eine Chance für einen Neuanfang in der Koalition? Kanzler Merz verspricht sich einiges von Schweitzer - doch sicher ist nichts im politischen Berlin.
Friedrich Merz spulte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Rücktrittsankündigung von Bärbel Bas das Pflichtprogramm ab. Er "bedauere die persönliche Entscheidung, aber ich respektiere sie selbstverständlich", sagte der Kanzler auf einer Pressekonferenz in der CDU-Parteizentrale.
Er und "Frau Bas" hätten in den vergangenen eineinhalb Jahren "sehr gut und vertrauensvoll" zusammengearbeitet. Er habe ihr auch schon "persönlich seine guten Wünsche übermittelt und auch mein Mitgefühl für den Verlust in ihrer Familie", so Merz.
Bas trauert um ihre verstorbene Stieftochter und hatte in den vergangenen Wochen ihre politischen Termine zurückgefahren beziehungsweise komplett abgesagt, um sich um ihre familiären Angelegenheiten kümmern zu können.
Kommentar
12.10.2026
Bärbel Bas begründet ihren Rücktritt unter anderem mit "öffentlichen Angriffen" aus den Reihen der Union.
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Mitgefühl hat im politischen Geschäft - gerade in der Hauptstadt - aber eine kurze Halbwertzeit. Denn wenig später ließ der CDU-Kanzler auf der Pressekonferenz durchblicken, dass die Zusammenarbeit mit der Arbeits- und Sozialministerin von der SPD wohl nicht immer "sehr gut" gewesen ist, wie zuvor dargestellt.
Als Merz nämlich über ihren Nachfolger sprach: Alexander Schweitzer, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Der übernehme eine sehr große Verantwortung und "offene Gesetzgebungsvorhaben, von denen ich hoffe, dass sie jetzt schnell im Kabinett verabschiedet und in den parlamentarischen Prozess eingebracht werden können", sagte der Regierungschef der schwarz-roten Koalition. Eine höfliche Umschreibung in "Merz-Sprech" für: Ich erwarte, dass das Riesenministerium Arbeit und Soziales endlich liefert!
Ihren Vorwurf, sie sei auch in einer persönlich schweren Zeit aus Unionsreihen attackiert worden, weist die CDU-Spitze zurück.
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Seit Monaten war von Unions-Politikern zu hören, Bas blockiere beschlossene Reformvorhaben: bei der Rente, bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit, bei der Grundsicherung.