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Speicherkrise: Weltweite Lieferzahlen von Smartphones sinken auf Wert von 2012
Im dritten Quartal wurden weltweit so wenige Smartphones ausgeliefert wie zuletzt vor 14 Jahren. Vor allem im günstigeren Segment steigen die Preise rasant.
Die Speicherkrise hat den globalen Markt für Smartphones weiter fest im Griff, im dritten Quartal wurden weltweit 20 Prozent weniger Geräte ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Das waren so wenig wie zuletzt vor 14 Jahren, hat das Marktforschungsunternehmen Counterpoint auf Basis vorläufiger Zahlen ermittelt. Vergleichsweise gering waren die Rückgänge demnach noch mit jeweils wenigen Prozenten bei Samsung und Apple, bei den chinesischen Herstellern Xiaomi, Oppo und Vivo betrug das Minus dagegen 20 bis 30 Prozent. In der Folge sank der summierte Marktanteil der drei auf 27 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 35 Prozent. Samsung (23 Prozent) und Apple (22 Prozent) kommen jetzt zusammen auf 45 Prozent, im Vorjahresquartal waren es noch 37 Prozent.
Das abgelaufene Quartal war damit das zweite in Folge, das „die Auswirkungen der Speicherkrise mit voller Wucht“ zu spüren bekommen habe, erklärt die Counterpoint-Analystin Shilpi Jain. Im zweiten Quartal lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr aber noch bei 11 Prozent. Verantwortlich machen die Expertinnen und Experten die Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur. Dabei werden Speicherchips in enormen Mengen gekauft. Weil das Angebot nicht mithalten kann, steigen die Preise – auch für die Smartphone-Hersteller. Die reagieren zunehmend mit Preiserhöhungen, zuletzt haben sich auch Samsung und Apple beteiligt. Teilweise werden aber auch ältere Modelle länger angeboten, die Produktion gekürzt und weniger Neuheiten eingeführt.
Die Entwicklung betrifft primär günstigere Modelle, die Nachfrage nach Premiumgeräten bleibe vergleichsweise stabil, schreibt Counterpoint. Das Marktforschungsunternehmen hatte vor Kurzem Zahlen veröffentlicht, die regionale Unterschiede aufzeigen. So sind die durchschnittlichen Smartphonepreise in Indien in diesem Jahr um 21 Prozent gestiegen, in den USA waren es nur 5 Prozent. Global waren es demnach immer noch 15 Prozent, darüber lagen Asien, der Nahe Osten, Afrika und Lateinamerika. Weniger waren es noch in China (10 Prozent) und Europa (7 Prozent). Solange sich die Speicherkosten und Lieferbedingungen nicht verbessern, hält das Unternehmen eine nennenswerte Erholung der Verkaufszahlen für unwahrscheinlich.
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