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Vibe-Coding und neue Filter: Google baut den Play Store um
von Benjamin Mamerow
13. Okt. 2026 |
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Bislang diente der Play Store von Google rein zur Darstellung von Software aus fremder Hand. Jetzt ändert sich der Ansatz laut Google aber grundlegend. Zukünftig soll es so aussehen, dass, wenn ihr eine Idee im Kopf habt, ihr euch die passende App mit Google AI Studio per Prompt einfach selbst baut - Vibe Coding also. Ein normales Google-Konto reicht hierfür angeblich völlig aus. Volljährige Nutzer in den USA legen bereits los, während andere Regionen bald folgen sollen.
Die privaten Apps tauchen dann aber nicht im öffentlichen Katalog auf. Später lässt sich aber wohl zumindest der Kreis auf Familie oder Freunde ausweiten. Wer das Ding irgendwann im großen Stil veröffentlichen will, wechselt in ein reguläres Entwicklerkonto und durchläuft die üblichen Sicherheitsprüfungen.
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Dann soll sich der Play Store auch auf anderen Bildschirmen darstellen lassen können als bisher. Die Oberfläche passt sich an Displays im Auto an, während Nutzer von Mixed-Reality-Brillen durch dreidimensionale Menüs wühlen dürfen. Für Fußballfans gibt es außerdem auch neue Themenseiten, die Ligen wie die Champions League oder La Liga bündeln, Spielstände anzeigen und direkt zu Streamingdiensten weiterleiten können. Die Suche selbst übernimmt Gemini.
Die Funktion Ask Play vergleicht zwei Anwendungen direkt miteinander, filtert Stärken heraus und fasst Nutzerstimmen zusammen. Solltet ihr ohnehin viel innerhalb von Geminis Oberfläche unterwegs sein, könnt ihr dort bald ohne Umweg im Play-Store-Katalog stöbern. Statt reiner Download-Charts analysiert das System die eigenen Spielgewohnheiten als eine Art „Gamer-DNA“. Wer rundenbasierte Taktik mag, aber Anime-Grafik meidet, stellt dann auch genau das ein. Das Tool gleicht den Geschmack mit Daten von zwei Milliarden Spielern ab, zeigt Vorlieben aus der eigenen Kontaktliste und liefert euch dann auch kuratierte Spiellisten. Dazu kommen laut Google 48-stündige Wettbewerbe namens Sprints für kleine Gruppen und das Tool Sidekick, das kurze Gameplay-Clips aufzeichnet. Auf den Detailseiten beantwortet die Community Fragen zum Spielverlauf, unterstützt durch Echtzeit-Übersetzungen.
Am PC tut sich ebenfalls etwas. Bekannte Titel wie Dave the Diver wandern mit synchronisierten Spielständen zwischen Rechner und Phone hin und her. Zeitlich begrenzte Testphasen für Bezahlspiele laufen künftig zudem auch unter Windows. Für eure Kids bindet Google den Jugendschutz an Family Link an, damit auch die korrekten Apps für euren Nachwuchs angeboten werden und sonst nichts. Es ist wie so oft: Viele der angekündigten Neuerungen dürften hierzulande noch wieder eine Weile auf sich warten lassen, während man da drüben auf der anderen Seite des großen Tümpels bereits damit herumhantieren kann.
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