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40 Jahre Gefängnis für Angeklagten in Tupac-Prozess
Gut 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ist der frühere Gang-Anführer Duane Davis zu 40 Jahren Haft verurteilt worden. Im September hatte ihn eine Jury für schuldig befunden, den Mord organisiert zu haben.
Der Hauptangeklagte im Prozess um den Mord an Rap-Ikone Tupac Shakur ist zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Richterin Carlin Kierny verkündete das Strafmaß in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada - rund sechs Wochen nachdem Geschworene einen Schuldspruch verhängt hatten.
Die Jury in dem mehrwöchigen Prozess hatte es als erwiesen angesehen, dass Davis als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich war. Davis, der in Handschellen vor Gericht erschien, erklärte gemeinsam mit seinem Anwalt, dass er in Berufung gehen werde.
Der frühere Gang-Anführer Duane Davis soll der Drahtzieher hinter dem Mord an Tupac Shakur gewesen sein.
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Tupac Shakur war einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Rapper der 1990er-Jahre und gilt bis heute als prägende Figur für den Hip-Hop. Der für Hits wie "California Love" und "Changes" bekannte Musiker verkaufte weltweit Millionen Platten. Der damals 25 Jahre alte Rapper wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus.
Davis wurde in dem Prozess nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah in dem früheren Anführer der Straßengang South Side Compton Crips vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs im Umfeld rivalisierender Gruppen.
Nach Darstellung der Anklage organisierte Davis die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe. Nach dem Recht des Bundesstaates Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der anderen bei der Tat hilft.
1996 wurde Tupac Shakur getötet - nun steht ein 63-Jähriger vor Gericht, der die Waffe besorgt haben soll.
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Lange fehlten ausreichende Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen. Am Ende hätten unter anderem Davis' eigene Worte die Untersuchungen weitergebracht, erklärte die Polizei. Davis hatte mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert worden seien. Er sei der einzige Insasse, der noch lebe, gab er in Interviews und in seiner Autobiografie an. Die tödlichen Schüsse habe sein Neffe abgegeben, sagte er 2008 in einem Verhör.
Um diese Äußerungen zu entkräften, hatte Verteidiger Michael Sanft seinen Mandanten in dem Prozess als Lügner und Angeber dargestellt. Dieser habe viele Dinge erfunden, um daraus Kapital zu schlagen. Physische Beweismittel dafür, dass Davis tatsächlich am Tatort war, gab es in dem Verfahren nicht.