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Remote-Angestellte aus Nordkorea: Laptop-Farmen in Texas ausgehoben
Seit Jahren versuchen Nordkoreaner, im Ausland als Remote-Angestellte Geld für das Regime zu verdienen. In Texas wurde jetzt Infrastruktur dafür ausgehoben.
Im US-Bundesstaat Texas hat das FBI Ende September Laptop-Farmen ausgehoben, die dafür benutzt wurden, dass IT-Angestellte aus Nordkorea verdeckt bei US-Firmen anheuern konnten. Insgesamt wurden mehr als 40 Wohnhäuser durchsucht und 187 Laptops und KVM-Geräte konfisziert, schreibt das US-Justizministerium. Allein in Nordtexas wurden rund 100 Geräte sichergestellt, die dazu genutzt worden sein sollen, von Firmen für die Arbeit aus dem Homeoffice angestellt zu werden und Geld für die sanktionierten Waffenprogramme Nordkoreas zu erwirtschaften. Unternehmen, die auf diese Weise hintergangen wurden, sollten sich melden und ihre Informationen weitergeben. Parallel gab das US-Justizministerium in einem Verfahren in Ohio die Festnahme von zwei US-Bürgern bekannt. In Texas hat das FBI mit CrowdStrike kooperiert.
Dass Nordkorea IT-Arbeiter mit verschleierter Herkunft in westliche Firmen entsendet, ist nicht neu. Schon 2022 hat die US-Regierung Unternehmen vor den Risiken gewarnt. Damals hieß es, dass das abgeschottete Regime Tausende von hoch qualifizierten IT-Arbeitern in alle Welt entsende, um mit deren Einnahmen das von den Vereinten Nationen sanktionierte Programm zur Waffenentwicklung zu finanzieren. Insgesamt geht es um Millionensummen, hat sich bereits ein Jahr später gezeigt. Vor zwei Jahren hat dann auch das Bundesamt für Verfassungsschutz deutsche Unternehmen vor den damit verbundenen Gefahren gewarnt. Dazu gehört auch das Risiko, dass man unwissentlich Sanktionen verletzt.
Die jetzt publik gemachte Razzia in Texas lief unter der Bezeichnung „Operation Lonestar Roundup“, eine Anspielung auf den Spitznamen des US-Bundesstaats. Gefunden wurden im Rahmen der Aktion auch eine Reihe von E-Mail-Adressen, die für den Betrug genutzt wurden und die das US-Justizministerium auflistet. CrowdStrike führt aus, dass die Betrüger den Firmen-Laptop, den der Arbeitgeber an die vermeintlichen Angestellten schickt, erst in die Laptop-Farm umleiten müssen, von wo aus er aus der Ferne gesteuert wird. Laut der Firma melden die Täter Laptops auch mit gefälschten Polizeianzeigen als gestohlen, damit Ersatzgeräte an die Farm gehen, oder geben kurzfristig einen Umzug an, um Lieferungen umzuleiten. Details gibt es in einem Blogeintrag.
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