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Deutsche Bundesregierung startet KI-Kooperation mit Nvidia
von André Westphal
16. Okt. 2026 |
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Es gibt immer wieder Diskussionen darum, dass man sich in der EU angesichts der unsteten Politik der aktuellen US-Regierung unabhängiger von den Vereinigten Staaten bzw. US-Unternehmen machen sollte. Die deutsche Bundesregierung geht hingegen einen anderen Weg. Sie hat eine umfangreiche Kooperation mit dem Chipgiganten und Marktführer in Sachen KI-Chips, Nvidia, beschlossen.
Allerdings sollte man das wohl auch nicht zu negativ sehen, denn auf die KI-Chips aus den USA sind wir aktuell nun einmal angewiesen. Das lässt sich bestenfalls nur sehr langfristig ändern. Nun denn, was ist der Sinn des Ganzen? Künstliche Intelligenz soll in Deutschland einen Durchbruch erreichen. Dabei will man einerseits das Fundament für physische KI legen, also künstliche Intelligenz für z. B. autonome Fahrzeuge oder auch Roboter. Andererseits geht es auch um die Entwicklung von KI-Modellen, welche die Fabriken der Zukunft steuern könnten. Die deutsche Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz will hier laut Berichten des Handelsblattes einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.
Dienen soll das Geld dafür, Rechenkapazität einzukaufen und auch neue KI-Modelle zu trainieren. Nvidia will wiederum nicht nur Technik liefern, sondern auch eigene Ingenieure abstellen. Doch es sollen auch noch weitere Partner an dem Projekt mitwirken. So heißt es, auch Audi, Black Forest Labs und Siemens seien involviert. Offiziell verkünden will die Bundesregierung die Kooperation mit allem Tamtam in der nächsten Woche auf dem Investitionsgipfel Invest in Germany. Dafür soll dann auch der Chef von Nvidia, Jensen Huang, vor Ort in Berlin sein.
Die Grundlage für die Kooperation soll offenbar Soofi sein (Sovereign Open Source Foundation Models). Das Ziel ist es, eine neue Generation von KI-Modellen mit besonders viel Leistung hervorzubringen. Zentral geht es nicht um LLMs für Chatbots wie ChatGPT, sondern um künstliche Intelligenz, die, wie erwähnt, z. B. Roboter oder gleich ganze Fabriken steuern und verwalten kann. Vielleicht mag man sie ja Skynet taufen?
Für Nvidia ist das Ganze wohl spannend, weil deutsche Unternehmen hier passende Daten für das KI-Training liefern können. Nvidias Modellfamilien Nemotron und Cosmos sollen da offenbar auch eine Rolle spielen. Offiziell wollten aber weder Nvidia noch die Bundesregierung die Zusammenarbeit bestätigen. Das will man sich also offenbar immer noch für nächste Woche aufheben. Für Deutschland sieht man hier die Chance, Stärken in der Produktion durch KI auf das nächste Level zu hieven.
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