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Samsung: Drastischer Schnitt bei Quantum-Dot-Fernsehern
von Carsten Knobloch
18. Okt. 2026 |
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Samsung zieht bei seinen Quantum-Dot-Fernsehern offenbar drastisch die Reißleine. Berichten aus Branchenkreisen zufolge schraubt der Hersteller die Fertigung von QD-TVs in diesem Jahr um rund 80 Prozent zurück. Gingen im vergangenen Jahr noch etwa zehn Millionen Einheiten vom Band, sollen es in diesem Jahr lediglich zwei bis drei Millionen Geräte sein, so die Electronic Times. Gemessen an der jährlichen Gesamtproduktion von etwa 40 Millionen Fernsehern entspricht das einer Anpassung von rund 20 Prozent des Gesamtausstoßes.
Hintergrund ist laut Bericht ein geplanter, schrittweiser Abschied von der Quantum-Dot-Technologie im LCD-Segment. Bislang teilte sich das Line-up in normale QLED-Modelle mit herkömmlicher LED-Hintergrundbeleuchtung und die höher positionierten Neo-QLED-Fernseher mit Mini-LED-Backlight auf. Die reguläre QLED-Reihe, die zuvor sieben bis acht Millionen Einheiten ausmachte, wurde bereits gestrichen und durch Mini-LED-Geräte ohne QD-Material ersetzt.
Auch für die höherpreisigen Neo-QLED-Fernseher zeichnet sich das Ende ab. Nach aktuellen Plänen soll das Produktionsvolumen im kommenden Jahr halbiert werden, ein vollständiges Aus der Fertigung wird für spätestens 2028 angepeilt.
Den Ausschlag für den Kurswechsel gibt der aggressive Preiskampf chinesischer Hersteller wie TCL und Hisense. Diese drängen mit günstigen Geräten auf den Markt, bei denen teils nur minimale Mengen an QD-Material verwendet oder die Nanopartikel schlicht weggelassen wurden. Das sorgte wohl in mehreren Ländern, darunter auch vor deutschen Gerichten, bereits für Klagen wegen irreführender Werbung.
Samsung zieht daraus nun die Konsequenzen und verlässt diesen Schauplatz. Im Premium-Bereich rücken stattdessen Mini-LED-Modelle mit Fokus auf hohe Kontrastwerte in den Mittelpunkt, während in der Spitzenklasse künftig RGB-Mini-LED-Fernseher das Ruder übernehmen sollen.
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