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KI - Getty ist der erste Traditionskonzern, der an KI scheitert: Wenn andere nicht daraus lernen, wird er nicht der letzte sein
Getty Images steckt in großen Schwierigkeiten. (Bildquelle: Postmodern Studio - stock.adobe.com)
Sicher habt ihr schon einmal ein Bild mit dem Wasserzeichen von »Getty« gesehen. Es handelt sich um den weltweit größten Lizenzgeber für Stockfotos und Archivvideos – ein Unternehmen, das eine der beeindruckendsten Sammlungen unseres Planeten verwaltet und nun Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts beantragt hat. Die Getty-Familie selbst schießt enorme Summen zu, um die Insolvenz abzufedern. Einer der entscheidenden Faktoren hinter dieser Krise: generative künstliche Intelligenz.
Dabei sticht vor allem ein Name ins Auge: das spanische Unternehmen Magnific.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Kurz zusammengefasst: Am 12. Oktober veröffentlichte Getty eine ausführliche Mitteilung. Darin betonte das Management, über 30 Jahre lang eine verlässliche Bildquelle für weltweite Kundschaft gewesen zu sein und ein »äußerst erfolgreiches und hochgradig differenziertes Geschäft« betrieben zu haben – wozu auch zählte, gemeinfreie Bilder zu lizenzieren und weiterzuverkaufen.
Die Marktbedingungen hätten sich jedoch grundlegend gewandelt. Um die laufenden operativen Verpflichtungen zu erfüllen, zieht Getty nun die Notbremse und flieht unter das US-Insolvenzverfahren nach Chapter 11.
Für die Gläubiger kommt dieser Schritt keineswegs überraschend. Getty gab an, sich mit ihnen bereits vorab geeinigt zu haben. Sowohl die Gründerfamilie Getty als auch der Investmentfonds Koch Equity Development haben zugesichert, für die anfallenden Kosten aufzukommen.
Das erklärte Ziel: den schwerfälligen Tanker umsteuern und wieder in die Gewinnzone manövrieren. Vorerst zieht sich Getty jedoch von der Börse zurück und annulliert die bisherigen Aktien. Immerhin: Entlassungen soll es laut Unternehmensangaben vorerst keine geben.
Mit Ansage: Getty ging erstmals 1996 an die Börse, wurde 2008 privatisiert und kehrte im Juli 2022 aufs Parkett zurück. Seitdem liefert das Bild an den Märkten allerdings wenig Grund zur Freude:
Talfahrt bei Getty. (Bildquelle: yahoo!Finanzen)