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Marktbericht: Sorgen um Frankreich belasten den Euro
Die Gewalteskalation in Frankreich lastet auch auf den Finanzmärkten. Sie lässt die Sorge um die französischen Staatsfinanzen wieder aufleben. Der Euro fiel zeitweise wieder unter 1,12 Dollar zurück.
Die anhaltenden Massenproteste und Ausschreitungen in Frankreich hinterlassen auch deutliche Spuren an den Finanzmärkten. Bei den Demonstrationen mit rund einer halben Million Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es am Wochenende in mehreren Städten des Landes zu Gewalt und Plünderungen gekommen.
In der Folge stehen französische Anleihen nach Tagen relativer Ruhe wieder stark unter Druck. Die Rendite für zehnjährige Papiere liegt mit 4,9 Prozent wieder auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2002.
Die politischen Lager in Frankreich machen sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich.
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Auch der Euro leidet unter den Sorgen um den französischen Staatshaushalt. Heute Morgen ist die Gemeinschaftswährung zeitweise erneut unter die Marke von 1,12 Dollar gefallen. Das Vertrauen in die Währung ist eng mit finanziellen Stabilität des Währungsraums verbunden.
Die Proteste wegen maroder Bildungseinrichtungen und hoher Lebenshaltungskosten werfen nicht nur ein Licht auf die desolate Haushaltslage in Frankreich. Sie nähren auch die Sorge vor höheren Staatsausgaben, wenn die Politik den Konflikt mit Zugeständnissen zu entschärfen versucht. Zudem lasten die von der Gewalteskalation ausgehenden Schäden und Produktionseinschränkungen auch direkt auf den öffentlichen Finanzen.
"Frankreich steht heute vor einer sozialen Krise, einer Einwanderungskrise, einer Energiekrise, einer Wirtschaftskrise und einer Haushaltskrise", sagte Louis-Vincent Gave vom Analyseunternehmen Gavekal Research. "All dies zu einer Zeit, in der der französische Präsident zwar im Amt, aber nicht an der Macht ist."
Die von Premierminister Sébastien Lecornu geführte Regierung, die demselben politischen Lager wie Präsident Emmanuel Macron angehört, verfügt nicht über eine eigene Mehrheit in der Nationalversammlung. Das macht eine Sanierung des Haushalts äußerst schwierig, zumal in einem halben Jahr die nächste Präsidentenwahl ansteht.
Marktbericht
05.10.2026
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