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Nur bei MediaMarkt & Saturn: Lexar bringt PCIe 3.0 x4 als exklusive Neuauflage zurück
Obwohl SSDs mit PCIe 4.0 seit Jahren auf dem Markt sind und sich Modelle mit PCIe 5.0 allmählich zum Mainstream-Produkt entwickeln, setzt Lexar bei der neuen Serie M6 noch auf PCIe 3.0 x4. Somit sind maximal 3.500 MB/s beim Lesen möglich. „Neu“ ist aber wohl nur der Name, denn vieles deutet auf ein Rebranding hin.
Die Lexar M6 tauchte jüngst bei den Online-Portalen der Elektronikmärkte MediaMarkt und Saturn auf. Eine offizielle Vorstellung ist zumindest uns nicht bekannt. Die Serie umfasst drei Modelle mit 256 GB, 512 GB und 1 TB Speicherkapazität im gängigen M.2-2280-Format. Die elektrische Schnittstelle ist heutzutage nicht mehr so gängig, denn die letzte SSD mit PCIe 3.0 x4 befand sich im Jahr 2021 im Test der Redaktion und war zu diesem Zeitpunkt auch schon fast ein Auslaufmodell.
Mit laut Lexar maximal 3.500 MB/s beim sequenziellen Lesen wird das praktische Limit der Schnittstelle ausgeschöpft. Beim Schreiben gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Modellen: Die Version mit 256 GB bringt es auf maximal 1.300 MB/s, während das Modell mit 512 GB bis zu 2.400 MB/s erreicht und das Spitzenmodell mit 1 TB auf 3.000 MB/s kommt.
Die M6-Serie arbeitet noch mit dem alten NVMe-Protokoll 1.2. Die Garantie wird durch Schreibgrenzen von 125 TB, 250 TB und 500 TB eingegrenzt. Die Werte liegen etwas unterhalb dem typischen Niveau für SSDs mit TLC-Speicher, dennoch wird „3D-TLC-NAND“ angegeben.
Sowohl die Leistungswerte als auch Formfaktor, Schnittstelle und TBW-Stufen entsprechen 1:1 der Lexar NM620. Wir vermuten, dass die NM620 an dieser Stelle schlicht unter neuem Namen mit neuem Anstrich neu aufgelegt wurde. Diese Vermutung liegt nahe, da sich jüngst die neue M7-Serie nach Recherchen von ComputerBase als umbenannte Lexar NM790 (Test) entpuppt hatte.
Weitere Parallelen zur M7 sind die fehlende offizielle Vorstellung sowie der limitierte Vertrieb: Sowohl die M6 als auch die M7 werden offenbar nur über MediaMarkt und Saturn respektive deren eBay-Portale verkauft.
Ist die Lexar M6 in Zeiten horrender Speicherpreise zumindest eine preisgünstige Alternative zu modernerer Technik? Diese Frage muss aktuell mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden. Zur Stunde wird die Lexar M6 nämlich zu Preisen von rund 70 Euro für 256 GB, 150 Euro für 512 GB und 250 Euro für 1 TB angeboten. Die Preise pro Gigabyte sind somit höher als bei so manchem Flaggschiff mit PCIe 5.0.
Abgesehen davon, dass heute kein Grund dafür besteht, noch eine SSD mit PCIe 3.0 zu erwerben, lohnt sich da eher der Blick zur augenscheinlich baugleichen Lexar NM620, die erheblich günstiger angeboten wird. Besser wäre aber gleich der Griff zu einer günstigen PCIe-4.0-SSD. Diese sind selbstverständlich abwärtskompatibel zu PCIe 3.0 und bieten alternativ in modernen Systemen mehr Leistung, meist ohne mehr zu kosten.