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Chance oder Risiko: Zusammenarbeit deutscher Unternehmen mit Big Tech
Bosch setzt voll auf Künstliche Intelligenz und arbeitet dafür eng mit Microsoft zusammen. Doch Digitalexperten warnen, dass sich die deutsche Industrie zu sehr in die Abhängigkeit von US-Techriesen begibt.
Von der Hochdruckpumpe bis zur Zündkerze: Bei Bosch kam jedes Produkt bereits mit Künstlicher Intelligenz in Verbindung. Das sagt das Unternehmen selbst - und meint damit: Die Produkte enthalten KI oder wurden mit ihrer Hilfe hergestellt.
KI ist bei Bosch also bereits an allen Standorten in irgendeiner Form präsent - besonders aber an dem in Stuttgart-Feuerbach. Denn ausgerechnet hier werden viele KI-Anwendungen getestet, bevor sie weltweit ausgerollt werden. Seit Anfang des Jahres arbeitet Bosch dazu mit dem US-Unternehmen Microsoft zusammen.
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Konkret wird das im Bosch-Werk Feuerbach in der sogenannten Morgenrunde. Dabei kommt der Schichtführer mit Mitarbeitenden zusammen. Im Vorfeld kam aber bereits die KI ins Spiel - in Form eines Agenten. Das ist eine Art digitaler Assistent, der nicht nur Fragen beantworten, sondern eigenständig Aufgaben erledigen kann.
Dieser Agent wird gerade in Feuerbach erprobt und ist unter anderem aus der Zusammenarbeit mit Microsoft entstanden. Der spezifische Agent für die Morgenrunde erkennt anhand von Daten automatisch die wichtigsten Risiken in der Produktion, bewertet sie und liefert passende Empfehlungen.
Die KI schaut dazu nicht nur 24 Stunden zurück, sondern auch 24 Stunden nach vorne. So nimmt der Agent den Schichtführern laut Bosch Arbeit ab. Stichwort: Produktivitätssteigerung.
Laut Elisabeth Schwarz, verantwortlich für Digitalisierung in der Fertigung im Werk in Feuerbach, zeigt das bereits Wirkung: Die digital assistierte Morgenrunde spare den Schichtführern im Vergleich zum alten Modell bereits acht Stunden pro Woche ein. Diese könnten sie in andere Aufgaben wie Mitarbeiterführung und Verbesserungsarbeit investieren.
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