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Russland lässt inhaftierten US-Bürger Stephen Hubbard frei
Russland hat den US-Bürger Stephen Hubbard freigelassen. Er war 2024 wegen angeblichem "Söldnertum" für die Ukraine zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Nahezu zeitgleich mit dessen Freilassung wurde offenbar ein deutscher Staatsbürger festgenommen.
Der in Russland inhaftierte US-Bürger Stephen Hubbard ist frei. Dies teilte der russische Präsident Wladimir Putin während eines Besuch des US-Gesandten Steve Witkoff in St. Petersburg mit, wie russische Nachrichtenagenturen übereinstimmend meldeten.
Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg, sagte Putin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Witkoff bestätigte die Angaben.
Der US-Gesandte hält sich in St. Petersburg auf, um mit Putin über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine zu beraten. Am Dienstag hatte Witkoff in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen.
In St. Petersburg berät Russlands Präsident mit dem US-Sondergesandten Witkoff über den Ukraine-Krieg.
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US-Präsident Donald Trump begrüßte die Freilassung. "Willkommen zu Hause, Stephen, es ist großartig, dich wieder bei uns zu haben", teilte Trump in seinem sozialen Netzwerk Truth Social mit. Hubbard sei nun auf dem Weg nach Hause.
Weiter teilte Trump mit, er habe erst vergangene Woche in einem Telefonat mit Putin um die Freilassung von Hubbard gebeten. Die USA hätten keine Gegenleistung dafür erbringen müssen. Trump sprach von "einer für Russland beispiellosen Situation". Russland hatte in der Vergangenheit häufig im Gegenzug die Freilassung eines russischen Bürgers gefordert.
Hubbard, ein Lehrer im Ruhestand, war nach Angaben der russischen Staatsanwaltschaft 2022 gefangen genommen worden. Im Oktober 2024 wurde er in Moskau wegen angeblichem "Söldnertum" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt. Seine Familie und sein US-Anwalt bestreiten die Vorwürfe. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Zur Zeit seiner Verurteilung war Hubbard 72 Jahre alt. Ein früherer ukrainischer Mitgefangener berichtete laut der Nachrichtenagentur AFP im Herbst 2024, der US-Bürger sei wie viele andere Inhaftierte mit Essensentzug und Elektroschocks gefoltert worden.
Unterdessen meldete der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Festnahme eines deutschen Staatsangehörigen, der aus den ukrainischen Streitkräften geflüchtet sein soll. Er sei als ausländischer Söldner und Scharfschütze desertiert, nachdem er das versprochene Geld nicht erhalten habe, teilte der FSB der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Es werde über die Einleitung eines Strafverfahrens wegen "Söldnertums" entschieden, hieß es. Der Mann soll laut dem Bericht von 1996 bis 2010 in der Bundeswehr gedient haben.